Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum sect. Spectabilia
Auch bekannt als: Taraxacum sect. Spectabilia
Du erkennst den Sumpf-Löwenzahn (Taraxacum sect. Spectabilia) an seinen meist schmaleren Blättern und den charakteristisch aufrechten Hüllblättern (die grünen Blättchen unter dem Blütenkopf), die im Gegensatz zum gewöhnlichen Löwenzahn nicht nach unten gebogen sind. Als gebietsfremd Spezialist ist er ein wichtiges Element für den Erhalt der Artenvielfalt in feuchten Magerwiesen (nährstoffarme, nasse Standorte). Da er in der Roten Liste geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Schutz seltener Pflanzenarten. Er besetzt ökologische Nischen, in denen viele andere Gartenpflanzen aufgrund der Nässe aufgeben würden. Hast du eine feuchte, eher nährstoffarme Ecke im Garten? Dann solltest du diesem seltenen Gast eine Chance geben.
Der seltene Spezialist für deine feuchten Gartenplätze und Moorecken.
Als indigene Art ist dieser Löwenzahn ein wichtiger Bestandteil spezialisierter Feuchtbiotope, die in unserer Kulturlandschaft immer seltener werden. Da er als Schwachzehrer (Magerzeiger) gilt, ist sein Vorkommen ein Indikator für einen ökologisch wertvollen, nährstoffarmen Bodenzustand. In der freien Natur ist die Sektion gefährdet und wird in der Roten Liste unter der Kategorie D geführt, was die Bedeutung jeder Ansiedlung im naturnahen Garten unterstreicht. Durch die Bereitstellung dieses spezialisierten Lebensraums förderst du die floristische Vielfalt, die wiederum die Grundlage für die lokale Insektenwelt bildet. Er schließt eine Lücke in nassen Gartenbereichen, in denen herkömmliche Stauden oft verfaulen.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher, da der in allen Teilen enthaltene weiße Milchsaft Bitterstoffe führt. Dieser kann bei Kontakt mit empfindlicher Haut zu leichten Irritationen oder nach dem Verzehr zu Bauchschmerzen und Unwohlsein führen. Achte darauf, dass Kinder die Blüten und Blätter nicht in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht (Ellenberg Lichtwert 8).
Boden: Der Standort muss nährstoffarm sein; bei fettem Gartenboden solltest du Sand oder Kies zur Abmagerung einarbeiten (Ellenberg Nährstoffwert 3).
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig feucht bis nass, da die Pflanze an wassergesättigte Standorte angepasst ist (Ellenberg Feuchtewert 7).
Temperatur: Er bevorzugt mäßig warme Lagen und kommt mit dem mitteleuropäischen Klima bestens zurecht.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst vor dem ersten Frost.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 bis 25 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen, damit die Rosetten genug Platz haben.
Pflege: Da er Selbstaussaat betreibt, solltest du die verblühten Samenstände nur entfernen, wenn du eine weitere Ausbreitung verhindern willst.
Pflanzpartner: Die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen feuchten, mageren Bodenverhältnisse bevorzugt.
Der Sumpf-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Europa indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt bevorzugt Feuchtwiesen sowie die Ränder von Mooren. Morphologisch zeichnet sich diese Sektion durch ihre Anpassung an wassergesättigte Böden aus, wobei die Pflanzen oft zierlicher wirken als der bekannte Wiesen-Löwenzahn. Ein wichtiges Merkmal für Kenner sind die oft dunklen, fast schwärzlichen Hüllblätter am Blütenstand. Er gilt als Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden wächst) und ist daher ein wertvoller Zeiger für intakte, nicht überdüngte Lebensräume.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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