Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum trilobatum
Auch bekannt als: Taraxacum trilobatum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Dreilappigen Löwenzahn (Taraxacum trilobatum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine tief eingeschnittenen, dreilappigen Blätter unterscheiden ihn deutlich von dem gewöhnlichen Löwenzahn, den wir aus jedem Rasen kennen. In deinem Naturgarten ist diese Art ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt, da sie in den Monaten April und Mai eine wichtige Nahrungsquelle darstellt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren seltene Tagfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) von seinem Nektar. Die Pflanze gilt als Indigen / Archäophyt (alteingesessene oder vor 1492 eingewanderte Art) und bringt echte Wildpflanzen-Ästhetik in deine Beete. Wenn du einen sonnigen Platz frei hast, ist dieser Spezialist genau das Richtige für dich.
Ein seltener Charakterkopf für Scheckenfalter und sonnige Wildpflanzenbeete.
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Diese Löwenzahnart ist eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Beobachtungsdaten besuchen der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) regelmäßig die gelben Korbblüten. Auch für den Berber-Scheckenfalter (Melitaea aetherie), den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), den Östlichen Scheckenfalter (Melitaea ornata) und den Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) ist die Pflanze von Bedeutung. Die frühe Blütezeit schließt eine wichtige Versorgungslücke im Frühjahr. Da die Samen im späten Frühjahr reifen, finden auch kleine Singvögel früh im Jahr erste Sämereien. Durch die Mykorrhiza-Verbindung fördert die Pflanze zudem ein gesundes Bodenleben.
Der Dreilappige Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler enthält er in allen Pflanzenteilen einen weißen Milchsaft, der bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen kann. Bei versehentlichem Verzehr oder allergischen Reaktionen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen Standort in voller Sonne (Lichtwert 8), damit sich die Blüten vollständig öffnen.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngergaben ist ideal.
Die Pflanzzeit im Frühling liegt zwischen März und Mai, im Herbst von September bis November.
Achte beim Pflanzen auf einen neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktionswert 6).
Vermehrung erfolgt am einfachsten über die Selbstaussaat, lass die Pusteblumen daher stehen.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, das Verblühte dient der natürlichen Verjüngung.
Gute Partnerin: Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) — sie teilt die Standortansprüche und verlängert das Nahrungsangebot für Scheckenfalter.
Der Dreilappige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Sein natürlicher Lebensraum erstreckt sich über Teile Europas, wobei er auch in Spanien heimisch ist; in Deutschland wird er auf der Roten Liste in der Kategorie D (Daten unzureichend) geführt. Botanisch auffällig ist seine Symbiose mit AM (Arbuskulären Mykorrhizapilzen), die im Boden ein Netzwerk bilden und der Pflanze helfen, Nährstoffe besser aufzunehmen. Er bevorzugt Standorte, die neutral bis schwach sauer reagieren und eine mittlere Nährstoffversorgung aufweisen. Im Gegensatz zum ubiquitären Gemeinen Löwenzahn ist er ein Charakterkopf für naturnahe Wiesen und Säume.
2 Videos zu Dreilappiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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