Bild folgtKI-generierte IllustrationThalictrum simplex subsp. galioides
Auch bekannt als: Thalictrum simplex subsp. galioides
An ihren extrem schmalen, fast nadelartigen Blattabschnitten lässt sich die Labkraut-Wiesenraute sofort erkennen, da sie täuschend echt dem namensgebenden Labkraut sieht. In deinem Garten ist diese Staude ein echtes Statement für den Artenschutz, da sie mit der Roten Liste Stufe 2 als stark gefährdet gilt. Indem du ihr einen Platz gibst, bewahrst du eine indigene (einheimische) Art, die in der freien Natur in Deutschland und der Schweiz kaum noch zu finden ist. Sie bringt eine filigrane Struktur in magere Gartenbereiche, ohne zu wuchern. Wenn du kalkhaltigen Boden hast, machst du mit dieser Wahl alles richtig.
Rote-Liste-Schatz für Kalkböden: Schütze eine seltene Schönheit auf 0.39 m.
Als hochgradig gefährdete Art der Roten Liste ist die Labkraut-Wiesenraute ein wichtiger Baustein für die regionale genetische Vielfalt. Sie geht im Boden eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen) ein, was die Bodenstruktur und Nährstoffaufnahme verbessert. Nach aktuellen Beobachtungen bietet sie Pollen für Insekten, die auf offene Blütenstrukturen spezialisiert sind. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in das lokale Ökosystem ein. In deinem Garten fungiert sie als wertvolle Arche für eine Pflanze, die in der Agrarlandschaft kaum noch Überlebenschancen hat.
Bitte beachte, dass diese Pflanze nicht kindersicher ist, da alle Teile der Wiesenraute als giftig gelten. Beim Hantieren im Garten empfehle ich dir das Tragen von Handschuhen, um Hautreizungen durch den Pflanzensaft zu vermeiden. Für Haushalte mit weidenden Tieren ist sie ebenfalls nicht geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.393 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 7), damit die Pflanze ihre typische Form behält.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was der Ellenberg-Feuchtezahl 5 entspricht.
Setze sie unbedingt in mageren Boden (Schwachzehrer); zu viel Dünger schadet ihrer Standfestigkeit.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionswert 7), um ihre natürlichen Bedingungen nachzuahmen.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst vor dem ersten Bodenfrost.
Halte die Wuchshöhe von 0.39 m bei der Planung im Beetvordergrund im Blick.
Die Vermehrung erfolgt am besten über Selbstaussaat an offenen Bodenstellen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche Standorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Labkraut-Wiesenraute (Thalictrum simplex subsp. galioides) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mitteleuropa, wobei sie bevorzugt auf kalkhaltigen Magerrasen (nährstoffarme, oft trockene Wiesen) siedelt. Mit einer fixen Wuchshöhe von 0.39 m bleibt sie deutlich kompakter als die meisten ihrer Gattungsschwestern. Morphologisch auffällig ist der Kontrast zwischen den derben, breiten Blättern der Gattung und dieser spezialisierten, feinblättrigen Unterart.
2 Videos zu Labkraut-Wiesenraute
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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