Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Wenn du im Garten auf eine leuchtend grüne Spinne stößt, die regungslos auf einem Blatt verharrt, könnte es sich um Tharrhalea prasina handeln. Diese kleine Spinne aus der Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae) ist eine Meisterin der Tarnung. Ihre Färbung lässt sie in der Vegetation nahezu verschwinden, was ihr bei der Jagd hilft. Im Gegensatz zu Netzbauern jagen diese Tiere aktiv oder lauern als Lauerjäger auf ihre Beute, statt sich auf ein klebriges Gespinst zu verlassen. Sie nutzen ihre kräftigen Vorderbeine, um Beutetiere schnell zu fixieren, sobald diese in Reichweite kommen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Lebenszyklus dieser Spinne ist eng an die Vegetationsperiode angepasst. Im Frühjahr werden die Jungtiere aktiv, wenn die Temperaturen steigen und die ersten Beutetiere in den Garten zurückkehren. Den Sommer über verbringen sie gut getarnt auf Blättern, wo sie wachsen und ihre Jagdstrategien verfeinern. Zum Ende der Saison erfolgt meist die Eiablage, oft in einem sorgfältig gesponnenen Kokon, der an Pflanzenstrukturen befestigt wird. Überwinterungsstrategien beinhalten meist das Aufsuchen geschützter, frostfreier Orte in der Bodenstreu oder unter Rindenstücken, bevor im darauffolgenden Jahr der Kreislauf erneut beginnt.
Als Biologe kann ich dich beruhigen: Diese Spinne ist für uns völlig harmlos. Ihre Kieferklauen (Cheliceren) sind viel zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Zudem sind Krabbenspinnen nicht aggressiv; sie zeigen kein Interesse an einer Begegnung mit uns Menschen. Genieße den Anblick dieser kleinen Jägerin als natürlichen Bestandteil deines ökologischen Gleichgewichts. Chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung schaden diesen nützlichen Tieren massiv und sollten daher konsequent gemieden werden.
Systematisch gehört Tharrhalea prasina zur Familie der Krabbenspinnen. Ihr Gattungsname Tharrhalea ordnet sie in eine Gruppe ein, die durch ihre seitwärts gerichtete Beinstellung auffällt – ein Merkmal, das ihnen ein krabbenartiges Aussehen verleiht. In Europa ist ihr Verbreitungsgebiet spezifisch dokumentiert, mit Nachweisen unter anderem im Vereinigten Königreich. Als Bewohnerin von Blattwerk und Stängeln ist sie ein wichtiger Teil der Räuber-Beute-Dynamik im heimischen Garten.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →