Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
An ihrem markanten dunklen Körper mit den leuchtend hellen Seitenstreifen lässt sich die Kaiser-Springspinne sofort erkennen. Die Männchen dieser etwa acht Millimeter großen Art tragen auffällige dunkle Haarbüschel neben den Augen, was ihnen ein fast herrschaftliches Aussehen verleiht. Als typische Springspinne baut sie kein Fangnetz, sondern schleicht sich an Beute wie kleine Fliegen oder Zikaden an und überwältigt diese mit einem gezielten Sprung. Pro Jahr entwickelt sich eine Generation, wobei die Weibchen ihre Eier in ein schützendes Gespinst aus Seide ablegen. Die Jungtiere schlüpfen im Hochsommer und jagen auf sonnenexponierten Stauden wie dem Rainfarn (Tanacetum vulgare). Zur Überwinterung ziehen sich die Tiere in ein Hibernaculum zurück – das ist ein festes Wohngespinst, das oft in vertrockneten Pflanzenteilen oder unter loser Rinde angelegt wird. Du kannst die Art unterstützen, indem du verblühte Stängel von heimischen Doldenblütlern im Winter stehen lässt. Ein strukturreicher Garten mit Trockenmauern bietet ihr zudem ideale Jagdreviere auf sonnenerwärmten Steinen.
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Diese Spinne ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der bei der natürlichen Regulation kleiner Insekten hilft. Ein Beißrisiko für Menschen besteht nicht, da die Tiere bei Störung sofort flüchten und ihre Kieferklauen zu klein sind, um menschliche Haut zu durchdringen.
Die Kaiser-Springspinne gehört zur Familie der Springspinnen (Salticidae) innerhalb der Gattung Thyene. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, breitet sie sich durch mildere Winter zunehmend in warme Regionen Mitteleuropas aus. Charakteristisch ist ihr hervorragender Sehsinn durch die zwei stark vergrößerten Hauptaugen im Vordergesicht. Sie bewohnt bevorzugt sonnige, trockene Standorte mit niedriger Vegetation und ist ein aktiver Tagjäger.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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