
Thymus alpestris
Auch bekannt als: Thymus alpestris
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem dichten, polsterartigen Wuchs und den quirlständigen, rosavioletten Blüten lässt sich der Hochgebirgs-Thymian (Thymus alpestris) sofort erkennen. In Deinem Garten ist dieser seltene Gebirgsbewohner ein wertvoller Spätblüher, der bis in den Oktober hinein Nahrung bietet. Besonders spezialisierte Falter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder der Punktierte Scheckenfalter (Melitaea didyma) sind auf seine späte Blütezeit angewiesen. Da er auf der Roten Liste steht, hilfst Du aktiv dabei, diese gefährdete Art außerhalb der Alpen zu erhalten. Wenn Du ihm ein kühles, sonniges Plätzchen schenkst, wird er Dich jahrelang mit seinem herben Duft erfreuen.
Spätblühende Gebirgsschönheit: Ein Refugium für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Tankstelle für seltene Tagfalter im Spätsommer. Besonders Dickkopffalter wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera), der Ziest-Silberfleck-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) und der Orientalische Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus orientalis) profitieren von seinem Nektarangebot. Auch der seltene Mohamed-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia mohammed) nutzt diese Pflanze gezielt. Da der Thymian eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM: eine nützliche Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht, fördert er aktiv die Bodengesundheit und die Vernetzung des Bodenökosystems in Deinem Garten.
Bitte beachte, dass der Hochgebirgs-Thymian (Thymus alpestris) laut Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. Verhindere, dass Kinder Teile der Pflanze verzehren. Im Falle einer Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. Platziere die Pflanze am besten in Bereichen, die für Kleinkinder schwerer zugänglich sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8: mindestens sechs Stunden direkte Sonne).
Der Boden sollte mager sein (Schwachzehrer: Pflanzen, die an nährstoffarme Böden angepasst sind); verzichte komplett auf Dünger.
Halte den Standort frisch (Feuchte 5: mäßig feucht), da diese alpine Art mehr Wasser benötigt als mediterrane Thymiane.
Achte auf neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse (Reaktionszahl 4); mische bei Bedarf kalkfreien Sand unter.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange kein Bodenfrost herrscht.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 cm ein, damit sich die Polster gleichmäßig ausbreiten können.
Ein leichter Rückschnitt der verblühten Triebe im Oktober fördert die Vitalität für das nächste Jahr.
Gute Partnerin: Das Borstgras (Nardus stricta) — es teilt die Vorliebe für kühle, magere und frische Standorte auf saurem Untergrund.
Der Hochgebirgs-Thymian (Thymus alpestris) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in den Gebirgslagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Er besiedelt dort bevorzugt kalkarme, neutrale bis schwach saure Standorte auf frischen Bergwiesen. Charakteristisch sind seine an zwei Seiten behaarten Stängel und die eher breiten, eiförmigen Blätter, die ihn vom gewöhnlichen Feld-Thymian unterscheiden. Als Pflanze der kühleren Hochlagen (Temperaturzahl 3) ist er hervorragend an frostige Winter angepasst und bildet dichte, immergrüne Teppiche.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © (c)2022 Marek MihalÄik / Adobe Stock / AdobeStock_1528933712
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