Bild folgtKI-generierte IllustrationThymus ×pseudoalpestris
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Wer Thymus ×pseudoalpestris einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die Pflanze bildet dichte, flache Polster mit winzigen, eiförmigen Blättern und zartrosa Lippenblüten, die einen würzigen Duft verströmen. Für Deinen Naturgarten ist dieser Thymian ein Gewinn, da er spezialisierten Insekten wie dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) wertvolle Nahrung bietet. Besonders in kühleren Lagen oder Steingärten fühlt sich der kleine Überlebenskünstler wohl. Du machst hier alles richtig, wenn Du eine robuste Alternative zu empfindlicheren Kräutern suchst. Mit diesem Thymian förderst Du gezielt die Artenvielfalt auf kargem Boden und holst Dir ein Stück alpine Natur direkt vor die Haustür.
Würziger Polsterkünstler und Lebensretter für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Thymian eine unentbehrliche Nektarquelle für seltene Falter. Besonders Dickkopffalter wie der Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) und der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) fliegen die Blüten intensiv an. Auch spezialisierte Arten wie Muschampia tessellum und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) profitieren von der Pflanze. Da sie mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (Bodenpilzen) zusammenarbeitet, stärkt sie die biologische Aktivität im kargen Untergrund. Die dichten Polster bieten zudem Schutz für kleine Laufkäfer. Durch die Anpassung an kühlere Klimate schließt dieser Thymian eine ökologische Lücke in Gärten, in denen mediterrane Kräuter oft versagen.
Obwohl Thymiane allgemein als aromatisch gelten, ist dieser Vertreter in Datenbanken nicht als explizit kindersicher eingestuft. Aufgrund der hohen Konzentration ätherischer Öle sollten kleine Kinder die Pflanze nicht verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der typischen Lippenblüten und des Geruchs praktisch nicht. Für Haustiere ist die Pflanze bei normalem Gartenkontakt unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit der Thymian viele Blüten und ätherische Öle entwickelt.
Der Boden sollte trocken sein (Feuchtewert 3); vermeide Staunässe durch eine gute Drainage aus Sand oder Kies.
Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 2) benötigt die Pflanze einen mageren Boden; dünge niemals zusätzlich.
Die Pflanze bevorzugt neutrale bis schwach saure Erde (Reaktionswert 4), verzichte daher auf starke Kalkung.
Pflanze den Thymian im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober).
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit die Polster zusammenwachsen können.
Ein Rückschnitt nach der Blüte hält die Pflanze kompakt und verhindert das Verkahlen der Triebe.
Gute Partnerin: Die Echte Schafgarbe (Achillea millefolium) — sie hat ähnliche Ansprüche an Boden und Licht und ergänzt das Blütenangebot ökologisch sinnvoll.
Dieser Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine in Deutschland heimische Hybride (Kreuzung). Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wobei er im Vergleich zu Verwandten auch kältere, nördliche oder alpine Regionen besiedelt. Er wächst polsterförmig und bildet verholzende Triebe aus, was ihm Schutz gegen Wind bietet. Die Pflanze bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse und ist eng an arbuskuläre Mykorrhizapilze (nützliche Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) gebunden.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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