Bild folgtKI-generierte IllustrationThymus serpyllum subsp. serpyllum
Auch bekannt als: Thymus serpyllum subsp. serpyllum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An seinem flach am Boden kriechenden, polsterartigen Wuchs und den winzigen, intensiv duftenden Blättern lässt sich der Sand-Thymian sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt er die Rolle eines ökologisch wertvollen Bodendeckers, der selbst auf kargsten Flächen gedeiht. Besonders seltene Falter wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder der Feurige Perlmuttfalter (Melitaea didyma) nutzen ihn als wichtige Nektarquelle. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, hilfst du aktiv dabei, dieses heimische Naturgut zu erhalten. Wenn du eine sonnige, trockene Stelle hast, ist er der ideale Pflegling für dich.
Nur 6 Zentimeter hoch, aber eine lebenswichtige Tankstelle für seltene Falter.
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Der Sand-Thymian ist eine hochspezialisierte Tankstelle für die Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Dickkopffalter wie der Mosaik-Dickkopffalter (Muschampia tessellum), Muschampia mohammed sowie der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) von seinem Angebot. Auch der Orientalische Malven-Dickkopffalter (Carcharodus orientalis) und der Feurige Perlmuttfalter (Melitaea didyma) besuchen die Blüten regelmäßig. Da die Samen mit nur 0,1877 mg extrem leicht sind, werden sie effektiv durch den Wind verbreitet und besiedeln so neue Lebensräume. Für den Naturgarten ist er wertvoll, da er Standorte besetzt, an denen kaum eine andere Pflanze überlebt.
Obwohl Thymiane allgemein als unbedenklich gelten, wird der Sand-Thymian in den Fachdaten als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an seiner Empfindlichkeit gegenüber Trittbelastung und der starken Konzentration ätherischer Öle. Es liegen keine Hinweise auf Giftigkeit vor, dennoch sollte er eher als Beobachtungspflanze statt im Spielbereich genutzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.06 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), der über den Tag viel direkte Strahlung erhält.
Boden: Der Boden muss mager sein (Schwachzehrer). Arbeite bei schwerer Erde reichlich Sand oder Kies ein, um Staunässe zu vermeiden.
Feuchtigkeit: Halte den Bereich trocken (Feuchtezahl 2); Gießen ist nur bei extremer, wochenlanger Dürre nötig.
pH-Wert: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionszahl 5).
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Beachte, dass die Pflanze nur 0,06 m hoch wird und nicht von größeren Nachbarn überwachsen werden darf.
Vermehrung: Durch seine leichten Diasporen (Samen) mit einem Gewicht von 0,1877 mg sorgt er oft selbst für eine Fernausbreitung durch den Wind.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) — sie teilt die Vorliebe für sandige, magere Böden und ergänzt das Polster optisch perfekt.
Der Sand-Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Flächen und ist ein typischer Vertreter der Magerrasen-Flora. Mit einer Wuchshöhe von lediglich 0,06 m bildet er dichte, nicht verholzte Matten aus. Er lebt in einer AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln zur besseren Nährstoffaufnahme). Seine winzigen, breitblättrigen Blätter haben eine Fläche von nur 7,3 mm², was ihn perfekt vor Verdunstung schützt.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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