Bild folgtKI-generierte IllustrationTilia europaea
Auch bekannt als: Kaiser-Linde
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Holländische Linde (Tilia europaea) an ihren charakteristischen herzförmigen Blättern und dem intensiven, süßlichen Duft ihrer gelblich-weißen Blütenstände. Dieser stattliche Baum ist ein unverzichtbarer Pfeiler für die Artenvielfalt in deinem Garten und dient als wertvolle Heimat für den Lindenschwärmer (Mimas tiliae). Auch die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena labiata) besucht die Blüten regelmäßig zur Nahrungssuche. Da dieser Baum sehr alt und groß werden kann, pflanzt du hier ein Stück lebendige Naturgeschichte für kommende Generationen. Wenn du den nötigen Platz hast, bietet dir die Linde einen wunderbaren Ort der Ruhe und Beobachtung.
Ein duftendes Erbe: Lebensraum für Lindenschwärmer und seltene Wildbienen.
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Von April bis Juli verwandelt sich die Linde in ein summendes Zentrum der Aktivität. Sie ist eine lebenswichtige Nahrungsquelle für die Honigbiene sowie spezialisierte Wildbienen wie die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) und die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena labiata). Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle als Raupenfutterpflanze für den Lindenschwärmer (Mimas tiliae). Sogar der seltene Trauermantel (Nymphalis antiopa) nutzt diesen Baum als Lebensraum. Nach der Blüte entwickeln sich kleine Nüsse, die im Winter als wichtige Energiereserve für verschiedene heimische Vögel dienen.
Bitte beachte, dass die Holländische Linde als nicht kindersicher eingestuft wird. Dies bezieht sich oft auf die beträchtliche Größe und mögliche herabfallende Äste bei alten Bäumen oder die Rutschgefahr durch klebrigen Honigtau (Ausscheidungen von Blattläusen) auf Gehwegen. Im Falle von Unfällen erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Setze den Baum im zeitigen Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz mit ausreichend Raum für die spätere Kronenausbreitung.
Bodenbeschaffenheit: Die Linde bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Erde; vermeide Standorte mit extremer Staunässe (stehendes Wasser).
Wasserbedarf: In den ersten Standjahren ist eine regelmäßige Bewässerung wichtig, bis das Wurzelwerk tiefere Bodenschichten erreicht.
Platzbedarf: Halte aufgrund der Wuchsform als Baum ausreichend Abstand zu massiven Bauwerken ein.
Pflege: Entferne bei Bedarf im Spätwinter totes Holz, um die Vitalität der Krone zu erhalten.
Sicherheit: Beachte bei der Standortwahl, dass der Baum in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird.
Gute Partnerin: Die Haselwurz (Asarum europaeum) – sie bildet einen dichten, heimischen Teppich im kühlen Schatten des Lindenlaubes.
Die Holländische Linde gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvengewächse) und innerhalb der Ordnung der Malvenartigen (Malvales). In Deutschland und Österreich gilt sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Handel eingeführt wurde) oder indigen (einheimisch). Sie ist eine natürliche Kreuzung und besiedelt bevorzugt tiefgründige Standorte in Parks und Mischwäldern. Morphologisch (gestaltlich) fällt sie durch ihre ausladende Krone und die glatte Rinde junger Stämme auf, die im hohen Alter eine tiefe Furchenstruktur entwickelt.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →