Bild folgtKI-generierte IllustrationTillaea aquatica
Auch bekannt als: Tillaea aquatica
2
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
An ihren winzigen, fleischigen und oft rötlich überlaufenen Blättern lässt sich die Wasser-Schuppenblume (Tillaea aquatica) sofort erkennen. In deinem Garten ist diese zierliche Pflanze eine echte Spezialistin für feuchte Schlammflächen oder flache Uferzonen, die im Sommer auch mal trockenfallen dürfen. Sie ist ökologisch wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten als Nahrungsquelle für seltene Falter wie den Alpen-Apollo (Parnassius apollo) dient. Mit ihrer Hilfe verwandelst du schwierige, nasse Stellen in wertvolle Trittsteinbiotope. Wenn du einen Teichrand ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Winzige Überlebenskünstlerin: Die Rettung für seltene Alpen-Apollo-Falter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Trotz ihrer geringen Größe spielt die Wasser-Schuppenblume eine wichtige Rolle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren von ihrem Nektarangebot besonders der Alpen-Apollo (Parnassius apollo) und der Hochalpen-Apollo (Parnassius phoebus). Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft), was den Nährstoffkreislauf an Uferstandorten stabilisiert. In der kalten Jahreszeit dienen die verbliebenen Pflanzenteile und Samen kleinen Vögeln als Nahrungsergänzung. In deinem Naturgarten fördert sie so gezielt Arten der Pioniervegetation (Pflanzen, die als Erstbesiedler offene Flächen nutzen).
Bitte beachte, dass die Wasser-Schuppenblume (Tillaea aquatica) als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, Kinder in der Nähe von Teichanlagen und dieser Bepflanzung zu beaufsichtigen, um ein Verschlucken von Pflanzenteilen zu verhindern. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort; die Pflanze benötigt mindestens 6 bis 8 Stunden direktes Licht.
Der Boden muss dauerhaft feucht oder nass sein, ideal ist schlammiges Substrat im Uferbereich.
Pflanzzeit Frühling: Setze Jungpflanzen zwischen März und Mai direkt in den feuchten Schlamm.
Achte auf nährstoffarme Bedingungen; zu viel Dünger verdrängt diese konkurrenzschwache Art.
Ein Pflanzabstand von 10 cm ist ausreichend, da sie schnell kleine Teppiche bildet.
Da sie einjährig ist, solltest du verblühte Triebe stehen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Vermeide im Winter mechanische Bodenbearbeitung an ihrem Standort, um die Samenruhe nicht zu stören.
Gute Partnerin: Die Nadelsimse (Eleocharis acicularis) – sie besiedelt ähnliche feuchte Zonen und bietet eine schöne vertikale Ergänzung zum kriechenden Wuchs der Schuppenblume.
Die Wasser-Schuppenblume gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen (Saxifragales). In Deutschland ist sie vor allem in dynamischen Lebensräumen wie Teichböden oder Flussufern heimisch, die zeitweise überflutet werden. Morphologisch fällt sie durch ihren sukkulenten (wasser-speichernden) Wuchs auf, der es ihr ermöglicht, kurze Trockenphasen auf Schlammflächen unbeschadet zu überstehen. Als einjährige Pflanze ist sie darauf angewiesen, jedes Jahr erneut aus Samen zu keimen, sobald der Wasserstand sinkt.
3 Videos zu Wasser-Schuppenblume



•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →