Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Du erkennst die Finsterspinne Titanoeca monticola an ihrem kompakten, meist tiefschwarzen bis dunkelbraunen Körper, der eine Körperlänge von etwa fünf bis sieben Millimetern erreicht. Auffällig ist der kräftige Vorderkörper und der oft samtig behaarte Hinterleib. Diese Spinne lebt bevorzugt unter flachen Steinen in sonnigen, trockenen Lagen. Dort webt sie ein unauffälliges Fangnetz aus Kribellat-Seide (Kribellat-Seide: eine extrem feine, bläulich schimmernde Fangwolle, die Beutetiere durch physikalische Verhakung statt durch Klebstoff festhält). Pro Jahr wird eine Generation ausgebildet. Die Nahrung besteht aus bodenbewohnenden Gliedertieren wie Ameisen (Formicidae) oder kleinen Käfern (Coleoptera). Nach der Paarung legt das Weibchen seine Eier in einen linsenförmigen, weißen Seidenkokon unter einem Stein ab. Die Jungtiere schlüpfen im Spätsommer und wachsen langsam heran. Den Winter verbringen sie als fast ausgewachsene Tiere in einem fest gesponnenen Schlupfwinkel unter Steinen oder im Boden. Als Gärtner kannst du sie fördern, indem du sonnenexponierte Lesesteinhaufen oder Trockenmauern als Lebensraum erhältst.
Völlig harmlos und ein nützlicher, gern gesehener Gartenbesucher. Da sie sehr scheu ist und sich bei Gefahr sofort in Felsspalten oder unter Steine zurückzieht, kommt es zu keinem nennenswerten Kontakt mit Menschen.
Titanoeca monticola gehört zur Familie der Finsterspinnen (Titanoecidae). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst vor allem Westeuropa, insbesondere Frankreich, Portugal und Spanien. Als Bewohnerin trockener, steiniger Biotope ist sie an Wärme gebunden. Ein wichtiges Merkmal ist das Vorhandensein eines Cribellums (Cribellum: ein spezielles Spinnorgan vor den Spinnwarzen zur Produktion von Fangwolle). Sie führt eine eher verborgene Lebensweise am Boden.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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