Bild folgtKI-generierte IllustrationTofieldia pusilla subsp. pusilla
An ihren zierlichen, aufrechten Blütenständen lässt sich die Zwerg-Simsenlilie (Tofieldia pusilla subsp. pusilla) sofort erkennen. Mit einer Wuchshöhe von gerade einmal 0,06 m ist sie eine der kleinsten Raritäten für spezialisierte Standorte im Garten. Dass sie auf der Roten Liste mit dem Status R (extrem selten) geführt wird, macht sie zu einem wertvollen Beitrag für den Schutz der heimischen Flora. In einem sorgsam angelegten Alpinum oder an einem kalkreichen Sumpfbeet findet sie ihren Platz und bereichert die Artenvielfalt in Nischen, die für andere Pflanzen zu feucht oder speziell sind. Wenn du eine Schwäche für die kleinen, unaufdringlichen Schätze unserer Bergwelt hast, ist dieses Gewächs genau das richtige für dich.
Winzige Alpen-Rarität: Nur 6 cm groß und ein wertvoller Schatz für Sumpfbeete.
Obwohl für diese seltene Art keine spezifischen Bestäuberdaten in unserer Datenbank vorliegen, ist sie als indigene (einheimische) Pflanze ein fester Bestandteil hochspezialisierter Ökosysteme. Ihre Samen sind mit 0,0353 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Durch ihre Einstufung auf der Roten Liste als extrem seltene Art (R) hat jeder Bestand im Garten eine hohe Bedeutung für den Erhalt der genetischen Vielfalt. Sie bietet Struktur in bodennahen Mikrohabitaten, die von kleinen, spezialisierten Insekten der Feuchtgebiete genutzt werden. Da sie keine invasive Art ist, fügt sie sich harmonisch in die regionale Naturgartengestaltung ein.
Die Zwerg-Simsenlilie ist als nicht kindersicher eingestuft. Da keine detaillierten Verzehrdaten vorliegen, sollte vorsorglich darauf geachtet werden, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile aufnehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.064 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, der niemals ganz austrocknet.
Der Boden muss kalkhaltig (alkalisch) und eher nährstoffarm sein.
Pflanze die Lilie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Achte auf die geringe Wuchshöhe von 0,06 m und setze sie nicht neben stark wuchernde Arten.
Halte die Erde gleichmäßig feucht, idealerweise durch eine Anstau-Bewässerung oder in der Nähe einer Sumpfzone.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und kann der Pflanze sogar schaden.
Vermehrung geschieht durch die winzigen Samen, die durch ihr geringes Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 0,0353 mg leicht vom Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Davall-Segge (Carex davalliana) – sie besiedelt ähnliche Kalk-Flachmoore und bildet einen schönen, natürlichen Kontrast.
Die Zwerg-Simsenlilie gehört zur Familie der Simsenliliengewächse (Tofieldiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem in alpinen Regionen heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Kalk-Flachmoore und sickerfeuchte Gesteinsfluren, also Standorte, die dauerhaft feucht und kalkhaltig sind. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) zeichnet sie sich durch schwertförmige, breitblättrige Blätter aus, die an kleine Lilien oder Simsen erinnern. Trotz ihrer geringen Größe ist sie ausdauernd und bildet winzige Kapselfrüchte aus.
1 Video zu Zwerg-Simsenlilie
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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