Bild folgtKI-generierte IllustrationToxicodendron pubescens
Auch bekannt als: Giftefeu, Eichenblättriger Giftsumach
An seinen charakteristischen, eichenähnlich gelappten Blättern lässt sich der Eichenblättrige Giftsumach sofort erkennen. Als verholzende Kletterpflanze bietet er in naturnahen Gärten interessante vertikale Strukturen, sollte aber aufgrund seiner Inhaltsstoffe mit Bedacht platziert werden. Die Ausbreitung der Art erfolgt über schwere Samen mit einem Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 20,23 mg, was meist durch Tiere geschieht, die die Früchte über kurze Distanzen transportieren. Für den ökologisch orientierten Gärtner ist er eher ein botanischer Spezialist als eine klassische Futterpflanze. Hast du in deinem Garten eine abgelegene Ecke für diesen kletternden Exoten reserviert?
Charaktervoller Kletterkünstler mit markanter Blattform für Kenner.
Aufgrund des Diasporengewichts von 20,23 mg ist die Pflanze auf die Tierverbreitung (Ausbreitung von Samen durch Tiere) angewiesen. Das bedeutet, dass Vögel oder kleine Säugetiere die Samen aufnehmen und über kurze Distanzen im Gartenareal verteilen. Da für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten für heimische Insekten vorliegen, ist ihr direkter Nektarwert für hiesige Wildbienen nicht quantifizierbar. Dennoch bietet der verholzte, kletternde Wuchs ganzjährig wertvolle Deckung und geschützte Rückzugsorte für bodennah lebende Kleintiere. In einem naturnahen Garten trägt die Pflanze somit primär zur strukturellen Vielfalt bei.
Achtung, die gesamte Pflanze ist stark giftig und enthält den Wirkstoff Urushiol. Bei Kontakt kommt es zu schweren Hautreizungen, weshalb die Pflanze keinesfalls kindersicher ist. Halte sie fern von Spielbereichen für Kinder oder Haustiere. Bei Kontakt oder versehentlicher Aufnahme kontaktiere umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort, der dem kletternden Wuchs entgegenkommt, etwa an einem niedrigen Zaun oder einer stabilen Mauer.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Achte bei der Standortwahl strikt auf die maximale Wuchshöhe von 1,0 m, um den Platzbedarf richtig einzuschätzen.
Da die Pflanze verholzt, ist sie nach dem Anwachsen robust und benötigt nur bei extremer Trockenheit zusätzliche Wassergaben.
Trage bei allen Pflegemaßnahmen unbedingt Handschuhe, um direkten Hautkontakt mit den Pflanzenteilen zu vermeiden.
Ein Rückschnitt zur Formgebung kann im Spätwinter erfolgen, sollte aber wegen der Reizstoffe mit großer Vorsicht durchgeführt werden.
Die Vermehrung kann über die 20,23 mg schweren Samen erfolgen, die am besten im Herbst direkt gesät werden.
Gute Partnerin: Die Gemeine Hasel (Corylus avellana) – sie dient als heimischer, kräftiger Strauch als natürlicher Hintergrund und bietet einen ökologisch wertvollen Kontrast.
Der Eichenblättrige Giftsumach (Toxicodendron pubescens) gehört zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) innerhalb der Ordnung der Seifenbaumartigen. Die Art ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet und kommt in unserer Region gelegentlich in botanischen Sammlungen oder als seltene Gartenpflanze vor. Er wächst als verholzte Kletterpflanze und erreicht eine Wuchshöhe von genau 1,0 m. Markant sind die breitblättrigen, tief gelappten Blätter, die optisch stark an die heimische Eiche erinnern und der Pflanze ihren Namen gaben.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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