Bild folgtKI-generierte IllustrationTragopogon pratensis agg.
An ihren leuchtend gelben Korbblüten, die sich pünktlich zur Mittagszeit schließen, lässt sich die Wiesen-Bocksbart (Tragopogon pratensis agg.) sofort erkennen. Diese heimische Wildpflanze ist ein Gewinn für jeden Naturgarten, da sie durch ihre markanten Pusteblumen eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel bereitstellt. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,47 m passt sie wunderbar in sonnige Wiesenabschnitte und bringt Struktur in deine Pflanzung. Ihr schweres Samengewicht sorgt dafür, dass die Nachkommen meist in der Nähe bleiben und so über Jahre stabile Bestände bilden. Wenn du eine robuste Art suchst, die wenig Arbeit macht und das natürliche Gleichgewicht fördert, ist sie die richtige Wahl für dich.
Die goldgelbe Sonnenuhr: Blüht pünktlich am Vormittag und füttert die Vögel.
Die Wiesen-Bocksbart leistet einen wichtigen Beitrag im Gartenökosystem, vor allem durch die Produktion ihrer Diasporen (Ausbreitungseinheiten). Mit einem Gewicht von etwa 7,06 mg sind diese Samen vergleichsweise schwer, was zu einer Ausbreitung über kurze Distanzen führt und eine verlässliche Futtergrundlage für Samenfresser in Bodennähe schafft. Da sie mäßig nährstoffreiche Böden bevorzugt, unterstützt sie die Artenvielfalt auf klassischen mitteleuropäischen Glatthaferwiesen. Die Blattfläche von 681,68 mm² bietet zudem Lebensraum und Deckung für verschiedene bodenbewohnende Lebewesen. Durch ihre Blütezeit an sonnigen Vormittagen schließt sie eine zeitliche Nische im Angebot für blütenbesuchende Insekten.
Die Wiesen-Bocksbart wird als nicht kindersicher eingestuft. Der in der Pflanze enthaltene Milchsaft kann bei Hautkontakt Reizungen verursachen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit die Blüten ihre volle Pracht zeigen.
Boden: Die Erde sollte kalkhaltig und basisch sein (Reaktionswert 7), ideal ist ein mittlerer Nährstoffgehalt.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (Feuchtezahl 4), also mäßig feucht, aber niemals staunass sein.
Wuchs: Die Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0,47 m; plane diesen Platz in deiner Wiese fest ein.
Pflanzzeit Frühjahr: Setze junge Exemplare zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist das Einsetzen möglich, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Samenstände für die Tierwelt und die Selbstaussaat stehen.
Vermehrung: Die schweren Samen sorgen für eine zuverlässige Ausbreitung im direkten Umkreis der Mutterpflanze.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) passt ökologisch perfekt, da sie ebenfalls kalkreiche, sonnige Standorte besiedelt.
Die Wiesen-Bocksbart gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind frische, also mäßig feuchte Fettwiesen und Wegränder auf kalkhaltigem Untergrund. Als krautige, nicht verholzte Pflanze bildet sie schmale, breitblättrige Blätter aus, die an Gräser erinnern. Ein markantes Merkmal ist der Milchsaft in allen Pflanzenteilen sowie die charakteristische Pfahlwurzel, die ihr hilft, auch in festeren Böden Fuß zu fassen. Die Pflanze bevorzugt mäßig warme Standorte und gilt als Zeiger für basenreiche Bodenverhältnisse.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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