Bild folgtKI-generierte IllustrationTrapa natans
Auch bekannt als: Wassernuss
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die schwimmenden Blattrosetten mit ihren rautenförmigen Blättern, die durch luftgefüllte Stiele wie kleine Flöße auf der Wasseroberfläche liegen. Mit der Gewöhnlichen Wassernuss holst du dir eine botanische Kostbarkeit in den Garten, die in der freien Natur mit der Stufe 2 der Roten Liste als stark gefährdet gilt. Von ihr profitieren spezialisierte Arten wie der Seerosenkäfer (Galerucella nymphaeae) und die Piratenspinne (Pirata piraticus), die auf den Blättern Jagd macht. Auch Wasservögel wie das Blässhuhn (Fulica atra) nutzen die Bestände gern als Versteck und Nahrungsquelle. Wenn du einen sonnigen Teich hast, kannst du mit dieser Pflanze einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten.
Seltene Schwimmkünstlerin: Ein stark gefährdetes Juwel für deinen Sonnenteich.
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Die Wassernuss ist ein ökologischer Ankerpunkt für die aquatische Fauna. Nach aktuellen Beobachtungen dient sie dem Seerosenkäfer (Galerucella nymphaeae) als wichtige Fraßpflanze und Ort der Eiablage. Unter und auf den Blättern findet die Piratenspinne (Pirata piraticus) ein ideales Jagdrevier zwischen Wasser und Land. Die schweren Diasporen (Ausbreitungseinheiten) von 834,0 mg sinken direkt zu Boden, was zur Bildung dichter Bestände führt, die dem Blässhuhn (Fulica atra) Schutz bieten. Da die Pflanze viel Stickstoff aus dem Wasser aufnimmt, trägt sie aktiv zur Nährstoffregulation in deinem Gartenteich bei.
Die Gewöhnliche Wassernuss wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die sehr harten und spitzen Dornen der Früchte, die bei Barfußlaufen im Uferbereich oder beim Hantieren im Teich zu schmerzhaften Verletzungen führen können. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Kinder im Garten spielen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.288 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), damit sich das Wasser für diese wärmeliebende Art ausreichend erwärmen kann.
Wassertiefe: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 0,29 m; ideal ist eine flache Uferzone mit entsprechendem Wasserstand.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen nährstoffreichen, schlammigen Untergrund (Ellenberg Stickstoff 8).
Wasserqualität: Sie bevorzugt neutrales bis schwach saures Wasser (Ellenberg Reaktion 6).
Pflanzzeit: Setze die Nüsse oder Jungpflanzen im Frühjahr (April bis Mai) direkt in den Teichschlamm.
Vermehrung: Die Pflanze ist einjährig; lass die dornigen Nüsse im Herbst unbedingt im Teich, damit sie im Schlamm überwintern und im Folgejahr neu austreiben.
Gute Partnerin: Die Weiße Seerose (Nymphaea alba) – sie hat ähnliche Ansprüche an Licht und Nährstoffe und ergänzt das Bild der Schwimmblattzone perfekt.
Die Gewöhnliche Wassernuss gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Onagraceae) und ist in Mitteleuropa ein Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Handel einwanderte). Ihr natürlicher Lebensraum sind warme, stehende oder langsam fließende Gewässer mit schlammigem Untergrund. Morphologisch ist sie eine einjährige, krautige Wasserpflanze, die mit einer Wuchshöhe von 0,29 m in der Wassersäule agiert. Eine Besonderheit sind die schweren, dornigen Früchte, die im Herbst zu Boden sinken und dort im Schlamm überwintern.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →