Bild folgtKI-generierte IllustrationTrichoncus affinis Kulczyński, 1894
Das Heide-Sichelspinnchen gehört zu den winzigen Bewohnern Ihres Gartens, die oft nur zwei bis drei Millimeter messen und durch ihre dunkle Färbung am Boden gut getarnt sind. Diese Spinne nutzt die Strategie der Baldachinnetze, bei denen sie ein waagerechtes, dichtes Geflecht über Erdmulden oder im niedrigen Bewuchs spannt. Darüber befinden sich fast unsichtbare Stolperfäden, gegen die kleine Insekten prallen und dann auf die Fangfläche stürzen. Die Spinne lauert meist an der Unterseite dieses Netzes und erbeutet ihre Nahrung durch das Gespinst hindurch. In Ihrem Garten bewohnt sie vor allem die Krautschicht (den Bereich der krautigen Pflanzen) und die Streuschicht aus abgefallenem Laub. Als nützlicher Mitbewohner reguliert sie die Bestände von Kleinstinsekten wie Springschwänzen (Collembolen) oder Blattläusen. Sie können dieses Tier fördern, indem Sie Gartenbereiche mit Falllaub und trockenen Halmen über den Winter unangetastet lassen. Da die Spinne sehr klein ist, fallen ihre Netze oft nur bei Taubildung im frühen Morgenlicht auf. Lassen Sie diese Gespinste bitte ungestört, da sie ein Zeichen für ein funktionierendes ökologisches Gleichgewicht sind.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen ungefährlich. Ihre Kieferklauen (Chelizeren) sind viel zu klein und schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen, weshalb kein Risiko für Gartenbesitzer besteht.
Diese Art wird taxonomisch in die Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae) eingeordnet. Das Heide-Sichelspinnchen (Trichoncus affinis) ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Die Tiere führen eine versteckte Lebensweise in bodennahen Habitaten (Lebensräumen) und erreichen eine Körpergröße von wenigen Millimetern. Ihr Vorkommen erstreckt sich über verschiedene offene Landschaften bis hin zu naturnahen Gartenanlagen.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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