Bild folgtKI-generierte IllustrationTrichophorum cespitosum × germanicum
Mit ihren dichten, horstartigen Polstern und den zarten Halmen fällt die Rasensimse (Trichophorum cespitosum × germanicum) sofort auf. Dieses Sauergrasgewächs (Cyperaceae) ist eine wertvolle Ergänzung für dich, wenn du feuchte, eher nährstoffarme Bereiche in deinem Garten ökologisch aufwerten möchtest. Als heimische Hybride ist sie bestens an unser Klima angepasst und fördert durch ihre Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) aktiv die Bodengesundheit. In der Gartenkultur bietet sie eine feine Struktur, die besonders in naturnahen Pflanzungen überzeugt. Sie dient als bodennaher Rückzugsort für Kleinstlebewesen und stabilisiert empfindliche Standorte. Wenn du ein Liebhaber dezenter, aber charakterstarker Gräser bist, ist diese Art eine hervorragende Wahl für dein Beet.
Filigraner Moorbewohner: 0,21 m pure Natur für deine feuchten Gartenplätze.
Obwohl für diese spezielle Hybride keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, leisten Sauergräser einen wesentlichen Beitrag zur biologischen Vielfalt. Durch ihren dichten Wuchs bietet sie Unterschlupf für bodenbewohnende wirbellose Tiere und schützt den Boden vor Austrocknung. Die winzigen Samen, die lediglich 0,36 mg wiegen, dienen im Winter als gelegentliche Nahrungsquelle für kleine Singvögel. Besonders hervorzuheben ist die Rolle der Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft aus Pilz und Wurzel), die den Nährstoffaustausch im Boden verbessert. Im Naturgarten fungiert sie somit als wichtiger Baustein für ein funktionierendes, kleinteiliges Ökosystem. Sie fördert die Stabilität des Standorts, ohne andere Arten zu verdrängen.
Die Rasensimse wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Halme können aufgrund eingelagerter Kieselsäure scharfkantig sein, was bei unvorsichtiger Handhabung zu oberflächlichen Schnittwunden führen kann. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte vermieden werden. Im Falle von Unfällen oder bei Verdacht auf Vergiftungen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.215 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanze die Rasensimse im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Wähle einen Standort, der dauerhaft feucht bis nass ist, etwa an einem Teichrand oder in einem Moorbeet.
Achte auf einen kalkarmen, eher sauren Boden, um die natürlichen Bedingungen ihrer Herkunft zu imitieren.
Halte bei der Pflanzung einen ausreichenden Abstand ein, da die Pflanze exakt 0,21 m hoch wird und dichte Horste bildet.
Verzichte auf mineralischen Dünger, um die lebenswichtige Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) an den Wurzeln nicht zu schädigen.
Ein Rückschnitt der alten Halme sollte erst im zeitigen Frühjahr erfolgen, damit die Pflanze im Winter geschützt bleibt.
Sorge in trockenen Sommern für eine regelmäßige Wasserzufuhr, da sie keine Staunässe, aber konstante Feuchte benötigt.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – sie bevorzugt ebenfalls saure, magere Böden und bietet einen wunderschönen farblichen Kontrast zum Grün der Simse.
Diese Pflanze gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist eine in Deutschland heimische Hybride aus der Gattung der Haarsimsen (Trichophorum). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Heidemoore und lichte, feuchte Waldstandorte, wo sie als ausdauerndes Gras wächst. Mit einer fixen Wuchshöhe von 0,21 m bleibt sie kompakt und bildet einen interessanten, breitblättrigen Blatttyp aus, der für diese Gattung markant ist. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Samen (Diasporen) mit einem Gewicht von nur 0,36 mg, was eine weite Verbreitung durch den Wind ermöglicht. Sie ist nicht verholzend und fest in der regionalen Flora verankert.
1 Video zu Trichophorum cespitosum × germanicum
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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