Bild folgtKI-generierte IllustrationTrifolium fragiferum subsp. fragiferum
Auch bekannt als: Trifolium fragiferum subsp. fragiferum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den kugeligen, nach der Blüte rötlich aufgeblasenen Fruchtköpfchen lässt sich der Erdbeer-Klee (Trifolium fragiferum subsp. fragiferum) sofort erkennen. Diese Pflanze ist weit mehr als nur ein hübscher Bodendecker; als Art der Vorwarnliste (Rote Liste: V) ist sie eine echte Besonderheit für Deinen Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine lebenswichtige Futterquelle für Schmetterlinge wie den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) oder den Bläuling (Polyommatus fulgens). Mit seinem kriechenden Wuchs bleibt er sehr niedrig und schließt Lücken im Rasen oder in Beeten auf natürliche Weise. Wenn Du einen sonnigen Platz mit nahrhaftem Boden hast, ist dieser Klee eine ökologisch wertvolle Bereicherung. Hol Dir dieses Stück gefährdete Natur direkt vor Deine Terrassentür.
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Der Erdbeer-Klee ist eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Beobachtungen profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) und die Bläulingsarten Polyommatus fulgens sowie Polyommatus humedasae von seinem Nektarangebot. Da die Samen mit nur 1,3609 mg sehr leicht sind, können sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet werden, was die Besiedlung neuer Lebensräume fördert. Die Pflanze geht zudem eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) ein, was die Bodenstruktur und die Nährstoffaufnahme im Garten verbessert. Durch seine Ausläufer bildet er dichte Matten, die den Boden vor Austrocknung schützen und Kleinstlebewesen Unterschlupf bieten.
Bitte beachte, dass der Erdbeer-Klee laut Datenbank-Einstufung nicht als kindersicher gilt. Auch wenn viele Kleearten als harmlos bekannt sind, sollten Kleinkinder im Garten beaufsichtigt werden, um ein Verschlucken von Pflanzenteilen zu vermeiden. Zudem ziehen die Blüten im Sommer vermehrt Bienen und Wespen an, was für Barfußläufer ein Risiko darstellen kann.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.128 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 8), damit der Klee seine charakteristischen Köpfchen gut ausbildet.
Der Boden sollte nährstoffreich sein (Starkzehrer), eine gelegentliche Gabe von Kompost unterstützt den Wuchs.
Achte auf eine frische, also mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (Ellenberg Feuchtewert 6); er mag keine dauerhafte Trockenheit.
Da er kalkhaltige (basische) Böden bevorzugt, kann bei sehr sauren Böden eine Gabe von Algenkalk hilfreich sein.
Pflanzzeit im Frühling ist von März bis Mai, im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 cm ein, da er sich flächig ausbreitet.
Ein Rückschnitt ist im naturnahen Garten nicht nötig, die welken Pflanzenteile dienen als Bodenbedeckung.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Plätze und ergänzt das feine Blattwerk des Klees ideal.
Der Erdbeer-Klee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Mitteleuropa eine einheimische Art (Indigen). Er besiedelt natürlicherweise kalkhaltige Standorte, die oft einer gewissen Trittbelastung ausgesetzt sind oder periodisch feucht liegen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.13 m gehört er zu den niedrigbleibenden, krautigen Pflanzen, die sich über kriechende Ausläufer ausbreiten. Typisch sind die dreizähligen Blätter und der Kelch, der sich zur Fruchtreife stark vergrößert und an eine Erdbeere erinnert. Durch sein leichtes Diasporengewicht (Samengewicht) von etwa 1,36 mg nutzt er den Wind zur Fernausbreitung.
1 Video zu Erdbeer-Klee

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →