Bild folgtKI-generierte IllustrationTrifolium striatum
Auch bekannt als: Gestreifter Klee
An den eiförmigen, fein behaarten Blütenköpfchen mit ihren deutlich gestreiften Kelchblättern lässt sich der Streifen-Klee sofort erkennen. Diese zierliche Pflanze ist ein hochspezialisierter Bewohner für karge Ecken in deinem Garten, da sie auf extrem nährstoffarmen Böden gedeiht. Mit seiner Einstufung in die Rote Liste als gefährdet (Kategorie 3) ist er eine echte botanische Kostbarkeit, die heute in der Natur nur noch selten vorkommt. Er eignet sich hervorragend für sandige Beete oder Steingärten, an denen andere Arten aufgrund von Nährstoffmangel scheitern. Wenn du ein Herz für seltene, heimische Wildpflanzen hast, die wenig Pflege benötigen, ist dieser Klee genau richtig für dich.
Botanische Kostbarkeit: Der gefährdete Streifen-Klee für trockene Sonnenplätze.
In der ökologischen Gartengestaltung ist der Streifen-Klee aufgrund seiner Seltenheit (Rote Liste 3) von hoher Bedeutung für den Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Er besetzt ökologische Nischen auf extremen Trockenstandorten, die in der modernen Landschaft oft verloren gehen. Seine winzigen Samen wiegen nur etwa 1,75 mg und verbreiten sich durch den Wind, was sie zu einer potenziellen Nahrungsquelle für kleine Bodenbewohner macht. Als Hülsenfrüchtler geht er im Wurzelbereich eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM-Typ) ein, die den Boden auf natürliche Weise stabilisieren. Durch die Ansiedlung dieser gefährdeten Art leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der Streifen-Klee wird als nicht kindersicher eingestuft. Obwohl keine spezifischen Giftstoffe gelistet sind, empfiehlt sich ein vorsichtiger Umgang bei Kleinkindern. Sollte es nach einem versehentlichen Verzehr zu Unwohlsein kommen, kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.179 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne täglich erhält.
Der Boden muss zwingend mager sein (Schwachzehrer), verzichte daher vollständig auf Dünger.
Die Pflanze benötigt einen trockenen Standort (Feuchtewert 2) und verträgt Hitzeperioden sehr gut.
Achte auf ein neutrales bis schwach saueres Bodenmilieu (Reaktionswert 4), ideal sind sandige Substrate.
Die optimale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Pflanze mit einer Wuchshöhe von 0,18 m frei von hochwüchsiger Konkurrenz durch Gräser.
Da sich die Art über leichte Samen selbst aussät, solltest du die verblühten Köpfe bis zum Spätsommer stehen lassen.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für nährstoffarme, sandige Standorte und ergänzt das zarte Erscheinungsbild.
Der Streifen-Klee (Trifolium striatum) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Ruderalstellen (vom Menschen beeinflusste Rohböden). Morphologisch fällt er durch seine kompakte Wuchsform und die behaarten, dreizähligen Blätter auf. Eine Besonderheit sind die Blütenkelche, die markante Längsnerven besitzen und der Pflanze ihren Namen geben.
3 Videos zu Streifen-Klee
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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