Bild folgtKI-generierte IllustrationTuberaria guttata
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Arten
interagieren
38
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Gefleckte Sandröschen (Tuberaria guttata) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die leuchtend gelben Blütenblätter tragen an ihrer Basis jeweils einen markanten, fast schwarzen Fleck. Diese kleine Kostbarkeit ist ein Spezialist für extreme Standorte und in Deutschland vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1). Im Naturgarten ist sie eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Käfer wie den Gelbgrünen Schenkelkäfer (Oedemera virescens). Mit dieser Pflanze holst du dir eine echte botanische Rarität in den Garten, die auf mageren Sandböden zeigt, wie schön karge Orte sein können. Wenn du eine sandige Ecke hast, ist sie die perfekte Wahl für dich.
Vom Aussterben bedroht: Hol dir das seltene Sandröschen als Juwel in deinen Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Gefleckte Sandröschen ein wichtiger Anziehungspunkt für spezialisierte Käferarten. Besonders häufig lassen sich der Goldglänzende Blattkäfer (Cryptocephalus aureolus) und der Gelbgrüne Schenkelkäfer (Oedemera virescens) auf den Blüten beobachten. Die Pflanze nutzt Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM, was ihr hilft, auf den extrem nährstoffarmen Standorten zu überleben. Durch ihr sehr geringes Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0.0586 mg sichert sie ihre Ausbreitung über weite Strecken durch den Wind. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste 1 steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Art.
Bitte beachte, dass das Gefleckte Sandröschen in Gartenregistern als nicht kindersicher eingestuft wird. Bei Verdacht auf Verzehr oder bei Unverträglichkeiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. In Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du die Pflanze mit Bedacht platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.119 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 9: Wähle unbedingt einen Platz in voller Sonne; Schatten verträgt die Pflanze nicht.
Ellenberg Feuchte 2: Der Standort muss trocken sein. Sandige Böden, die Wasser sofort ableiten, sind ideal.
Ellenberg Nährstoffe 1: Als Schwachzehrer (Pflanze für nährstoffarme Böden) darf sie niemals gedüngt werden; magere den Boden bei Bedarf mit Sand ab.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von 0.12 m, damit sie nicht von größeren Pflanzen verdeckt wird.
Pflege: Lass die Fruchtstände über den Winter stehen, damit sich die extrem leichten Samen (0.0586 mg) durch den Wind verteilen können.
Boden: Ein kalkarmer, sandiger Untergrund entspricht ihrem natürlichen Lebensraum am besten.
Gute Partnerin: Das Silbergras (Corynephorus canescens) – es hat identische Ansprüche an den Boden und bildet die natürliche Pflanzengesellschaft auf Sandtrockenrasen.
Das Gefleckte Sandröschen (Tuberaria guttata) gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae). Die Art ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen (einheimisch) eingestuft und besiedelt vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Binnendünen. Die Pflanze bleibt mit einer Wuchshöhe von 0.12 m sehr niedrig und bildet keine verholzenden Teile aus. Typisch sind die breitblättrigen Laubblätter mit einer Fläche von etwa 32.0 mm², die eine Rosette am Boden bilden.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →