Bild folgtKI-generierte IllustrationTulipa sylvestris subsp. sylvestris
Wer die Wilde Tulpe (Tulipa sylvestris subsp. sylvestris) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren goldgelben, im geschlossenen Zustand leicht nickenden Blüten ist sie eine grazile Erscheinung, die sich deutlich von den massigen Gartentulpen abhebt. Als unsere einzige heimische Tulpenart ist sie ein echtes Juwel für den Naturgarten und besiedelt bevorzugt warme, sonnige Plätze. Da sie bereits im April blüht, stellt sie ein wichtiges frühes Nahrungsangebot bereit, wenn viele andere Pflanzen noch ruhen. Mit ihrer kompakten Wuchshöhe von 0.32 m passt sie hervorragend in Steingärten oder lichte Wiesen. Wenn du ihr einen Platz in deinem Garten gibst, hilfst du dabei, eine selten gewordene Wildpflanze in der Kultur zu erhalten.
Unsere einzige heimische Tulpe: Ein gelbes Frühlingswunder für Kalkböden.
Die Wilde Tulpe blüht im April und bietet damit eine wichtige Ressource in der frühen Phase des Gartenjahres. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie ein wertvoller Bestandteil heimischer Ökosysteme, auch wenn spezifische Interaktionen in der vorliegenden Datenbank nicht einzeln aufgeführt sind. Die Ausbreitung erfolgt über Diasporen (Ausbreitungseinheiten wie Samen oder Brutzwiebeln), die mit 7.4125 mg ein vergleichsweise hohes Gewicht aufweisen. Dies führt zu einer Kurzdistanz-Ausbreitung, wobei auch die Verschleppung durch Tiere eine Rolle spielen kann. Durch ihre Fähigkeit zur Verwilderung bildet sie an zusagenden Standorten mit der Zeit schöne Bestände aus.
Die Wilde Tulpe ist als nicht kindersicher eingestuft, da alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebel, giftige Inhaltsstoffe enthalten. Ein Verzehr kann zu Vergiftungserscheinungen führen, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern und Haustieren stehen sollte. Im Falle einer Aufnahme kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.32 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz für die Pflanzung, um eine reiche Blüte zu fördern.
Bodenfeuchte 4: Der Standort sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass der Boden im Frühjahr nicht völlig austrocknet.
Ellenberg Nährstoffe 5: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Bodenreaktion 7: Die Pflanze braucht zwingend einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Boden mit hohem pH-Wert).
Wuchshöhe: Berücksichtige bei der Planung ihre Endhöhe von genau 0.32 m.
Pflanzzeit: Setze die Zwiebeln im Herbst von September bis November etwa zwei- bis dreimal so tief in die Erde, wie die Zwiebel groß ist.
Pflege: Schneide das Laub erst ab, wenn es vollständig gelb und eingetrocknet ist, damit die Zwiebel Kraft für das nächste Jahr speichern kann.
Gute Partnerin: Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) – sie hat identische Ansprüche an Kalk und Sonne und ergänzt das gelbe Farbspiel im April perfekt.
Die Wilde Tulpe gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und ist in Deutschland sowie in der Schweiz heimisch. Als typische Vertreterin mäßig warmer Standorte besiedelt sie in der Natur oft Weinberge, lichte Auenwälder oder Parkanlagen auf kalkhaltigem Untergrund. Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze (nicht verholzendes Gewächs), die zur Überdauerung Zwiebeln ausbildet. Charakteristisch sind ihre schmalen, breitblättrigen Laubblätter und die markanten gelben Blütenblätter. Mit einer Blattfläche von 3162.0 mm² sammelt sie im zeitigen Frühjahr die nötige Energie für ihre Entwicklung.
1 Video zu Wilde Tulpe
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →