Bild folgtKI-generierte IllustrationTypha minima agg.
Unverwechselbar ist die Zwerg-Rohrkolbe (Typha minima agg.) durch ihre kleinen, runden braunen Kolben, die wie Miniatur-Ausgaben der bekannten grossen Rohrkolben wirken. Da sie bevorzugt auf naehrstoffarmen Boeden waechst, hilft sie dir dabei, das biologische Gleichgewicht in deinem Gartenteich zu bewahren, ohne zu wuchern. Mit ihrem zierlichen Wuchs ist sie die ideale Wahl, wenn du auch in einem kleinen Wasserbecken eine natuerliche Uferstimmung erzeugen moechtest. Sie bietet wertvolle Struktur in der Sumpfzone und dient als Versteck fuer die Bewohner deiner Wasserwelt. Wenn du einen sonnigen Platz am Wasser hast, wird diese heimische Art schnell zu einem deiner liebsten Gartenbegleiter.
Der grazile Waechter deiner Sumpfzone: Wildnis-Charakter auf nur 51 Zentimetern.
Nach aktuellen Bestaeubungsdaten erfolgt die Vermehrung dieser Art vor allem durch den Wind. Das extrem leichte Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0.02 mg ermoeglicht eine effektive Fernausbreitung der Samen ueber weite Strecken. Da keine spezifischen Daten zu Insektenbesuchern vorliegen, liegt ihr Hauptnutzen in der oekologischen Nischenbildung. Die dichten Halme bieten wichtige Versteckmoeglichkeiten fuer Wasserbewohner und Kleintiere. Als heimischer Spezialist fuer kalkhaltige Feuchtstellen traegt sie massgeblich zur Artenvielfalt an Gewaesserraendern bei. Die Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil naturnaher Ufervegetation in Deutschland.
Bitte beachte, dass die Zwerg-Rohrkolbe laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gaerten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du daher einen Platz waehlen, der nicht unmittelbar zugaenglich ist. Weitere spezifische Giftwarnungen liegen nicht vor, dennoch ist ein achtsamer Umgang ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.512 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Waehle einen vollsonnigen Platz, da sie viel Licht fuer eine kraeftige Entwicklung benoetigt.
Ellenberg Feuchte 7: Sorge fuer einen stets feuchten bis nassen Untergrund, ideal ist die Flachwasserzone bis maximal 10 Zentimeter Tiefe.
Ellenberg Naehrstoffe 2: Pflanze sie in mageres Substrat wie gewaschenen Sand oder Kies, da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Naehrstoffbedarf) ist.
Ellenberg Reaktion 8: Achte auf einen kalkhaltigen Untergrund oder hartes Leitungswasser, da sie basische Bedingungen bevorzugt.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Fruehjahr zwischen Maerz und Mai in die Sumpfzone.
Pflege: Schneide die vertrockneten Halme erst im zeitigen Fruehjahr zurueck, damit die Optik im Winter erhalten bleibt.
Gute Partnerin: Die Blaugrüne Binse (Juncus inflexus) – sie gedeiht unter den gleichen kalkhaltigen Bedingungen und ergaenzt die Zwerg-Rohrkolbe optisch perfekt.
Die Zwerg-Rohrkolbe gehoert zur Familie der Rohrkolbengewaechse (Typhaceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natuerlicher Lebensraum sind Pionierstandorte (frisch entstandene Lebensraeume wie Kiesbaenke) an Gebirgsfluessen oder in flachen Verlandungszonen. Morphologisch besticht dieses Gras durch seine sehr schmalen, breitblaettrigen Blaetter und die charakteristischen Bluetenstaende. Mit einer Wuchshoehe von genau 0.51 m bleibt sie deutlich kleiner als andere Arten ihrer Gattung. Sie ist an dynamische Standorte angepasst, die kalkhaltig und staendig feucht sind.
1 Video zu Typha minima agg.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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