Bild folgtKI-generierte IllustrationUtricularia intermedia
Auch bekannt als: Mittlerer Wasserschlauch
Artengruppe
Auffaellig sind die leuchtend gelben Blueten, die an winzige Orchideen erinnern und an duennen Stielen etwa 0.16 m ueber die Wasseroberflaeche ragen. Mit dem Mittleren Wasserschlauch (Utricularia intermedia) holst du dir eine echte botanische Raritaet in den Garten, die auf der Roten Liste als stark gefaehrdet (Status 2) gefuehrt wird. Da die Pflanze ein Spezialist fuer extrem naehrstoffarme Standorte ist, hilft sie dir dabei, die Wasserqualitaet in einem naturnahen Moorteich stabil zu halten. Sie ist eine Bereicherung fuer jeden Gartenbesitzer, der sich aktiv am Artenschutz beteiligen moechte. Wenn du ein Herz fuer seltene, heimische Wasserpflanzen hast, ist diese Art genau die richtige Wahl fuer deine Sumpfzone.
Seltener Moorbewohner: Hol dir eine bedrohte Schoenheit in deinen Naturteich.
Der oekologische Wert dieser Art liegt vor allem in ihrer Seltenheit und Spezialisierung. Da sie auf der Roten Liste mit Stufe 2 (stark gefaehrdet) bewertet wird, ist jede Ansiedlung im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversitaet. Als heimische Pflanze ist sie perfekt in das lokale Oekosystem eingepasst. Sie besetzt Nischen in naehrstoffarmen Moorgewaessern, die fuer viele andere Arten unbewohnbar sind. Durch ihre Anwesenheit foerderst du eine spezialisierte Lebensgemeinschaft, die auf solche Magerstandorte (naehrstoffarme Lebensraeume) angewiesen ist. Auch wenn keine spezifischen Bestaeuberdaten vorliegen, bereichert sie das Strukturangebot deines Gartenteichs erheblich.
Achte darauf, dass der Mittlere Wasserschlauch als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfaelle bekannt sind, sollten Kleinkinder im Garten zur Vorsicht angehalten werden. Die Pflanze ist fuer den Verzehr nicht geeignet. Da sie bevorzugt in flachen Wasserzonen waechst, sollte der Standort im Garten ohnehin immer kindersicher gestaltet sein.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.159 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Waehle einen Standort in der vollen Sonne (Lichtwert 8), damit die Pflanze ausreichend Energie fuer die Bluete hat.
Sorge fuer eine dauerhaft nasse Umgebung (Feuchtezahl 11), ideal ist die flache Sumpfzone eines Teichs oder ein Kuebelmoor.
Der Boden muss extrem mager sein (Schwachzehrer), verwende niemals herkoemmliche Blumenerde oder Duenger.
Nutze kalkfreies Regenwasser, da die Pflanze empfindlich auf hartes Leitungswasser reagiert.
Die beste Pflanzzeit ist im Fruehling (Maerz bis Mai), sobald keine harten Froeste mehr zu erwarten sind.
Achte auf die Wuchshoehe von 0.16 m bei der Platzierung im Uferbereich.
Vermehrung erfolgt meist von selbst ueber Winterknospen, die im Herbst auf den Grund sinken.
Gute Partnerin: Die Schnabel-Segge (Carex rostrata) – sie teilt den Wunsch nach nassem, saurem Milieu und bietet einen schoenen strukturellen Kontrast.
Der Mittlere Wasserschlauch gehoert zur Familie der Wasserschlauchgewaechse (Lentibulariaceae) und ist in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natuerlicher Lebensraum sind extrem naehrstoffarme, oft moorige Gewaesser oder Schlammboeden. Als krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht sie eine Wuchshoehe von genau 0.16 m. Eine morphologische Besonderheit sind die fein verzweigten Blaetter unter Wasser, die kleine Fangblasen tragen, mit denen die Pflanze in ihrer kargen Umgebung Naehrstoffe gewinnt. Sie bevorzugt gemaessigte Temperaturen und viel Licht.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →