Bild folgtKI-generierte IllustrationUtricularia minor agg.
Artengruppe
Du erkennst den Kleinen Wasserschlauch (Utricularia minor agg.) an seinen zierlichen, hellgelben Lippenblüten, die an feinen Stielen aus dem Wasser ragen. Diese faszinierende Art ist ein Gewinn für jeden Naturgarten, da sie auf der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) geführt wird und somit eine echte Rarität darstellt. Als Anzeiger für sauberes, nährstoffarmes Wasser hilft sie dir dabei, die ökologische Qualität deines Teichs im Blick zu behalten. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,13 m bleibt die Pflanze dezent und eignet sich hervorragend für kleine Wasserstellen. Wenn du ein Herz für seltene, heimische Spezialisten hast, machst du mit diesem Wasserschlauch alles richtig.
Gefährdeter Naturschatz: Die seltene Schönheit für deinen nährstoffarmen Teich.
Da der Kleine Wasserschlauch auf der Roten Liste Stufe 3 steht, ist seine Erhaltung im Garten ein wertvoller Beitrag zum Schutz bedrohter Artenvielfalt. Er besetzt eine ökologische Nische in nährstoffarmen Gewässern, die in unserer Landschaft immer seltener wird. Zwar liegen nach aktuellen Bestäubungsdaten keine spezifischen Insektenbeziehungen vor, doch die Pflanze stabilisiert als Teil der indigenen Flora das empfindliche Gefüge von Moorgemeinschaften. Das geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 1,5 mg deutet auf eine Fernausbreitung durch Wasservögel hin, wodurch neue Lebensräume besiedelt werden können. Du förderst mit ihm also aktiv die Vernetzung seltener Biotope.
Der Kleine Wasserschlauch ist als nicht kindersicher eingestuft. Er ist zwar nicht als klassische Giftpflanze bekannt, doch aufgrund seiner Seltenheit und der sehr empfindlichen Wuchsform sollte er nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen Kinder spielen oder die Pflanzen berühren könnten. Ein achtsamer Umgang am Teichrand ist ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.128 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz am Teichrand (Ellenberg Licht 8), damit die Pflanze kräftig blüht.
Wasserbedarf: Sorge für dauerhafte Nässe (Ellenberg Feuchte 9); ideal ist ein Standort direkt im flachen Wasser.
Boden: Verwende ausschließlich nährstoffarmes Substrat (Schwachzehrer), da herkömmliche Teicherde zu viel Dünger enthält.
Pflanzzeit: Setze den Wasserschlauch im Frühling zwischen März und Mai in die Flachwasserzone ein.
Wasserqualität: Achte auf weiches, kalkarmes Wasser, um den neutralen bis schwach sauren Bedarf zu decken.
Überwinterung: Die Pflanze bildet Turionen (Winterknospen), die auf den Grund sinken; ein Schutz ist nicht nötig.
Vermehrung: Die leichten Samen (1,5 mg) verbreiten sich über das Wasser oder den Wind.
Gute Partnerin: Das Scheidige Wollgras (Eriophorum vaginatum) – es teilt die Vorliebe für saure, nährstoffarme Moorstandorte und bietet einen schönen optischen Kontrast.
Der Kleine Wasserschlauch gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae) und ist in der gesamten DACH-Region indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind Moor-Schlenken (wassergefüllte Vertiefungen) und nährstoffarme Gräben. Morphologisch ist er als krautige Pflanze (nicht verholzt) durch fadenförmige Unterwasserblätter gekennzeichnet, die mit winzigen Fangblasen ausgestattet sind. Er bevorzugt als Schwachzehrer (Magerer Boden) Standorte mit einem neutralen bis schwach sauren pH-Wert (Reaktion 5). Die Art ist mäßig wärmeliebend und perfekt an unser gemäßigtes Klima angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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