Bild folgtKI-generierte IllustrationUtricularia ochroleuca
Auch bekannt als: Blassgelber Wasserschlauch, Blaßgelber Wasserschlauch
Wer den Ockergelben Wasserschlauch einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren ockergelben Lippenblüten, die wie kleine Schnäbel über der Wasseroberfläche schweben, ist diese Pflanze ein botanisches Juwel. In deinem Garten übernimmt dieser seltene Spezialist eine faszinierende Rolle als natürlicher Insektenjäger unter Wasser, indem er mit winzigen Fangblasen Kleinstlebewesen erbeutet. Da die Art in der Natur vom Aussterben bedroht ist (Rote Liste 1), leistest du mit ihrer Ansiedlung im Moorbeet einen echten Beitrag zum Artenschutz. Erfreue dich an dieser indigenen (einheimischen) Rarität, die zeigt, dass Natur auch auf kleinstem Raum spannend sein kann. Hast du schon einen sonnigen Platz am Teichrand reserviert?
Vom Aussterben bedroht: Hol dir den seltenen Insektenjäger mit 0,13 m Wuchshöhe.
Als fleischfressende Pflanze besetzt der Ockergelbe Wasserschlauch eine besondere ökologische Nische. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt seine Hauptbedeutung im Garten in der Räuber-Beute-Beziehung unter Wasser. Er reguliert die Population von Kleinstlebewesen wie Wasserflöhen und Mückenlarven. Seine ungewöhnlich lange Blütezeit von Juni bis in den Januar hinein macht ihn zu einem ästhetischen Dauerbrenner. Da die Art als vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1) eingestuft ist, ist jeder private Standort ein wertvoller Rückzugsort zur Erhaltung der regionalen Artenvielfalt. Er bereichert das Ökosystem Teich um eine faszinierende, räuberische Komponente im Mikrobereich.
Der Ockergelbe Wasserschlauch wird als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher an Stellen im Garten platziert werden, die für Kleinkinder nicht direkt zugänglich sind. Da die Pflanze unter strengem Naturschutz steht, darf sie niemals aus der freien Natur entnommen werden; beziehe sie bitte ausschließlich aus spezialisierten Gärtnereien für Wasserpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jan
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.131 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Pflanze ausreichend Energie für die Blütenbildung hat.
Der Boden muss permanent nass sein (Feuchtewert 12), ideal ist die flache Uferzone eines Teichs oder ein Moorbeet.
Achte auf ein saures Milieu (Reaktionswert 3); verwende ausschließlich kalkfreies Regenwasser und saures Substrat wie ungedüngten Weißtorf.
Als Schwachzehrer (Nährstoffwert 1) darf die Pflanze niemals gedüngt werden, da sie sonst schnell abstirbt.
Setze die Pflanze im Frühjahr zwischen März und Mai behutsam an den Bestimmungsort.
Halte eine maximale Wuchshöhe von 0.13 m ein, die Pflanze bleibt von Natur aus sehr zierlich.
Eine Vermehrung erfolgt im Garten meist über die Bildung von Winterknospen (Turionen), die am Grund überdauern.
Gute Partnerin: Die Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) – sie teilt die Vorliebe für extrem saure, magere Standorte und ergänzt die Moor-Biozönose (Lebensgemeinschaft) ideal.
Der Ockergelbe Wasserschlauch (Utricularia ochroleuca) gehört zur Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae). Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort extrem nährstoffarme, saure Lebensräume wie Schwingrasen (auf dem Wasser treibende Pflanzenteppiche) oder Moortümpel. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,13 m. Morphologisch beeindruckt sie durch ihre Fangorgane an den fein zerteilten Unterwasserblättern, mit denen sie in Millisekunden Beute einsaugt. Diese Strategie ermöglicht ihr das Überleben an Standorten, die für die meisten anderen Pflanzen zu mager (nährstoffarm) sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →