Bild folgtKI-generierte IllustrationVahlodea atropurpurea
Auch bekannt als: Vahlodea atropurpurea
Unverwechselbar ist die Purpur-Hainschmiele (Vahlodea atropurpurea) durch ihre namensgebenden, dunkel-violett bis fast schwarz-purpurn gefärbten Ährchen (Teilblütenstände der Gräser). Dieses seltene Süßgras (Poaceae) bringt eine besondere Wildnis-Ästhetik in Deinen Garten und dient dort als natürlicher Strukturbildner. Da es in der freien Natur vor allem in Gebirgslagen vorkommt, ist es eine wertvolle Ergänzung für alpine Pflanzungen und kühle Gartenbereiche. Durch den Verzicht auf intensive Zuchtformen förderst Du mit diesem Gras die authentische Vielfalt gebietsfremd Standorte. Du wirst sehen, wie die dunklen Blütenstände im Gegenlicht der Abendsonne Deinem Garten eine ganz neue Tiefe verleihen.
Edles Purpur im Grasbeet: Ein seltener Gast aus den alpinen Höhenlagen.
In Deinem Naturgarten übernimmt die Purpur-Hainschmiele die Rolle eines wichtigen Strukturbildners, der das ganze Jahr über Bestand hat. Die dichten Halme bieten am Boden lebenden Tieren wie Laufkäfern oder kleinen Erdkröten wertvollen Schutz vor Fressfeinden. Da Süßgräser windbestäubt sind, produzieren sie zwar keinen Nektar, sind aber dennoch Teil des komplexen ökologischen Gefüges. Die Samen können im Spätsommer als kleine Energiepakete dienen, wenn sie ausreifen. Durch das Stehenlassen der Halme im Winter ermöglichst Du kleinen Insekten ein sicheres Quartier für die kalte Jahreszeit. So trägt das Gras zur Stabilität des Mikroklimas in Deinen Beeten bei.
Bitte beachte, dass die Purpur-Hainschmiele in den Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft ist. Es ist ratsam, sie außerhalb der direkten Reichweite von Spielflächen zu pflanzen. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Pflanzzeit Frühling: Setze das Gras idealerweise zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist eine Pflanzung möglich, sofern der Boden offen ist.
Wähle einen kühlen, eher feuchten Standort, der den Bedingungen in Gebirgslagen nahekommt.
Achte auf einen kalkarmen, eher sauren Boden, damit sich das Gras wohlfühlt.
Die Vermehrung kann durch vorsichtige Teilung der Horste (Pflanzenbüschel) im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Lass die Halme über den Winter unbedingt stehen, da sie das Herz der Pflanze vor Frost schützen.
Ein Rückschnitt der alten Halme erfolgt erst im März vor dem neuen Austrieb.
Sorge für eine gleichmäßige Wasserversorgung, da das Gras keine längeren Trockenperioden mag.
Gute Partnerin: Die Gold-Fingerkraut (Potentilla aurea) – sie besiedelt ähnliche alpine Lebensräume und bietet einen leuchtend gelben Kontrast zu den dunklen Ährchen.
Die Purpur-Hainschmiele gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist die einzige Art ihrer Gattung in unserer Region. Sie ist natürlicherweise in den Hochgebirgslagen der Alpen beheimatet und besiedelt dort feuchte, saure Böden in Schneetälchen oder alpinen Matten (grasbewachsene Flächen oberhalb der Baumgrenze). Morphologisch zeichnet sie sich durch einen lockeren, rispigen (verzweigt aufgebauten) Blütenstand aus, der eine Höhe erreicht, die deutlich über dem Blattschopf liegt. Als boreo-alpine Art ist sie hervorragend an kühles Klima und kurze Vegetationsperioden angepasst.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →