Bild folgtKI-generierte IllustrationValeriana excelsa subsp. sambucifolia
Auch bekannt als: Valeriana excelsa subsp. sambucifolia
5
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Der Holunderblättrige Kriech-Baldrian verrät sich durch seine markanten, gefiederten Blätter und die herrlich duftenden, hellrosa Trugdolden (verzweigte Blütenstände, bei denen die Seitenachsen die Hauptachse übergipfeln). In deinem Garten ist er ein wahrer Segen für bedrohte Falter wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina). Er besiedelt gerne kühle, halbschattige Ecken, in denen es viele andere Arten schwer haben. Mit diesem heimischen Wildkraut tust du aktiv etwas für den Artenschutz direkt vor deiner Terrassentür.
Die Leibspeise der Scheckenfalter: Ein Muss für feuchte Garten-Nischen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Edelfalter. Besonders der seltene Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) nutzen ihn als wichtige Energiequelle. Auch für Arten wie Euphydryas desfontainii, den Blaublauen Scheckenfalter (Euphydryas intermedia) und den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) ist er eine unverzichtbare Futterpflanze. Durch die Symbiose mit Mykorrhizapilzen trägt er zudem zur Gesundheit des Bodenökosystems bei. Im Winter bieten die vertrockneten Stängel wertvollen Schutz für Insekten.
Der Holunderblättrige Kriech-Baldrian gilt laut Datenbank nicht als kindersicher. Auch wenn er keine hochgiftige Pflanze ist, können die enthaltenen Inhaltsstoffe bei Verzehr starke körperliche Reaktionen auslösen. Er sollte daher nicht in direkter Reichweite von Spielflächen für Kleinkinder gepflanzt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit tödlich giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der Blätter kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Standort: Am wohlsten fühlt er sich im Halbschatten bei mäßig feuchten Bodenverhältnissen.
Boden: Er gedeiht wunderbar in normalem Gartenboden (Mittelzehrer) ohne Staunässe.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er Ausläufer bildet, benötigt er etwas Platz zum Wandern; ein Rückschnitt nach der Blüte ist für die Pflanzengesundheit nicht zwingend nötig.
Vermehrung: Er breitet sich fast von selbst über seine Kriechsprosse aus.
Sicherheit: Die Pflanze ist nicht als kindersicher eingestuft, daher ist bei kleinen Kindern im Garten Vorsicht geboten.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Kohldistel (Cirsium oleraceum). Beide teilen die Vorliebe für frische Bodenverhältnisse und ergänzen sich hervorragend an einem naturnahen Gehölzrand.
Der Holunderblättrige Kriech-Baldrian gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist eine in Deutschland heimische Unterart. Er bevorzugt frische Standorte und ist charakterisiert durch seine Ausläufer, die ihm den Namen Kriech-Baldrian eingebracht haben. Botanisch gesehen ist er ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und geht eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM - nützliche Bodenpilze, die den Wurzeln Nährstoffe liefern) ein. Sein natürliches Vorkommen erstreckt sich über feuchte Waldränder und Uferzonen.
2 Videos zu Holunderblättriger Kriech-Baldrian


5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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