Bild folgtKI-generierte IllustrationVallisneria spiralis
Auch bekannt als: Vallisneria spiralis, Wasserschraube
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Gewöhnliche Wasserschraube (Vallisneria spiralis) an ihren langen, bandförmigen Blättern, die wie grüne Fluten im Teichwasser wiegen. Als Biologe schätze ich sie besonders, weil sie durch ihre Lebensweise unter der Oberfläche den Teichboden festigt und Sauerstoff spendet. Obwohl sie ursprünglich ein Neophyt (eine nach 1492 eingeführte Art) ist, hat sie sich in unseren Gewässern gut integriert. Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet sie vor allem Wasservögeln wie dem Pfeifschwan (Cygnus columbianus) eine wichtige Nahrungsgrundlage. Wenn du die biologische Vielfalt in deinem Gartenteich fördern willst, ist diese Pflanze ein wertvoller Baustein.
Natürlicher Wasserklärer: 0.48 m lange Blätter für ein gesundes Teichklima.
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Die ökologische Funktion der Wasserschraube findet vor allem unter der Wasseroberfläche statt. Mit einer Blattfläche von 2810.25 mm² pro Blatt bildet sie dichte Bestände, die als Versteck für aquatische Lebewesen dienen. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie eine wichtige Futterpflanze für Vögel wie den Pfeifschwan (Cygnus columbianus). Da sie im Zeitraum von Juni bis September blüht, trägt sie zur biologischen Dynamik des Gewässers bei. Im Gegensatz zu vielen anderen Wasserpflanzen bleibt sie als krautige Pflanze weich und bietet so ideale Laichmöglichkeiten für Amphibien, die in naturnahen Gärten vorkommen.
Bitte beachte, dass die Gewöhnliche Wasserschraube als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern sollte der Zugang zum Teich grundsätzlich gesichert sein, da die langen Blätter in tiefem Wasser eine Stolper- oder Verhedderungsgefahr darstellen können. Spezifische Giftstoffe sind nicht bekannt, dennoch ist die Pflanze nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.482 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 6: Wähle einen Standort im Halbschatten, an dem das Wasser nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt ist.
Feuchtewert 12: Die Pflanze muss vollständig untergetaucht in der Tiefenzone deines Teichs stehen.
Nährstoffwert 6: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen normalen Teichboden ohne übermäßige Düngung.
Wuchshöhe: Plane für die Blätter eine Wassertiefe ein, die dem Wuchs von genau 0.48 m entspricht.
Pflanzzeit: Setze die Wasserschraube im Frühling zwischen März und Mai in das Substrat ein.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich selbstständig über Ausläufer am Teichgrund aus.
Pflege: Entferne im Spätherbst abgestorbene Blätter, um den Nährstoffeintrag im Wasser gering zu halten.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Krebsschere (Stratiotes aloides), da sie ähnliche Ansprüche an die Wasserqualität stellt und den Lebensraum für Wasserorganismen ergänzt.
Die Gewöhnliche Wasserschraube gehört zur Familie der Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae) in der Ordnung der Froschlöffelartigen. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile weit verbreitet und besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer. Eine morphologische (gestaltliche) Besonderheit sind die spiralförmigen Blütenstiele der weiblichen Pflanzen, die sich nach der Bestäubung zusammenziehen. Da sie eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza – eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, ist sie fest im ökologischen Gefüge der Gewässersohle verankert.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →