Bild folgtKI-generierte IllustrationVandenboschia speciosa
Auch bekannt als: Prächtiger Dünnfarn
Wer den Hautfarn (Vandenboschia speciosa) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine fast durchsichtigen, dunkelgrünen Wedel, die so zart sind, dass sie beinahe wie Glas wirken. In deinem Garten übernimmt dieser seltene Farn eine ganz besondere Rolle als Spezialist für extrem schattige und feuchte Nischen. Da er in Deutschland heimisch ist, trägst du mit seiner Ansiedlung direkt zum Erhalt unserer ursprünglichen Farnflora bei. Er bietet kleinen Wirbellosen in feuchten Steinspalten einen geschützten Rückzugsort. Wenn du einen kühlen, schattigen Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit hast, ist er genau das Richtige für dich. So förderst du die Artenvielfalt an Stellen, an denen kaum etwas anderes wächst.
Zarte Glas-Optik für den Schatten: Hol dir ein lebendes Fossil in den Garten.
Als heimische Art bereichert der Hautfarn (Vandenboschia speciosa) die biologische Vielfalt, indem er hochspezialisierte Lebensräume besiedelt. Er bildet dichte, feuchte Matten, die als Mikrolebensraum (kleinräumiger Lebensbereich) für verschiedene Kleinstlebewesen dienen. Da er keine Blüten besitzt, bietet er zwar keinen Nektar an, ist jedoch ein wichtiger Bestandteil stabiler und feuchter Waldökosysteme. Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen trägt die Erhaltung solcher Raritäten zur Stabilität des lokalen Kleinklimas bei. In seinen feuchten Polstern finden Wirbellose Schutz vor sommerlicher Austrocknung. Durch seine Seltenheit in Deutschland ist jeder neue Standort ein wertvoller Beitrag zum regionalen Artenschutz. Er zeigt dir zuverlässig an, dass dein Garten ein gesundes, feuchtes Mikroklima aufweist.
Bitte beachte, dass der Hautfarn (Vandenboschia speciosa) nach aktuellen Daten als nicht kindersicher eingestuft wird. Sollten Pflanzenteile verschluckt worden sein, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240. In Gärten mit kleinen Kindern ist bei der Standortwahl entsprechende Vorsicht geboten.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen Standort im tiefsten Schatten, an dem niemals direktes Sonnenlicht hinfällt.
Sorge für eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, da der Farn Wasser direkt über seine zarten Wedel aufnimmt.
Der Boden sollte kalkfrei, sauer und dauerhaft feucht sein; Staunässe ist an senkrechten Standorten kein Problem.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai), damit sich der Farn vor dem ersten Frost etablieren kann.
Halte die Umgebung durch regelmäßiges Besprühen mit kalkfreiem Regenwasser feucht, besonders an warmen Tagen.
Setze den Farn am besten in Felsspalten oder auf bemooste Steine, um seinen natürlichen Lebensraum zu imitieren.
Gute Partnerin: Die Hirschzunge (Asplenium scolopendrium) — sie liebt ebenfalls schattige, feuchte Nischen und ergänzt das zarte Grün des Hautfarns mit ihren kräftigen, ganzrandigen Blättern.
Der Hautfarn (Vandenboschia speciosa) gehört zur Familie der Hautfarngewächse (Hymenophyllaceae) und zur Ordnung der Hautfarnartigen (Hymenophyllales). In Mitteleuropa ist er eine botanische Kostbarkeit und besiedelt natürlicherweise Schluchtwälder (kühle, tief eingeschnittene Waldtäler mit hoher Luftfeuchtigkeit). Eine morphologische Besonderheit sind seine Wedel, die lediglich eine Zellschicht dick sind und keine Spaltöffnungen (Poren für den Gasaustausch) besitzen. Deshalb nimmt die Pflanze Feuchtigkeit direkt über die gesamte Blattoberfläche auf. Er wächst bevorzugt an dauerfeuchten, schattigen Silikatfelsen oder in Höhleneingängen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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