Bild folgtKI-generierte IllustrationVeratrum lobelianum
Auch bekannt als: Veratrum lobelianum
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Grüne Germer (*Veratrum lobelianum*) durch seine großen, tief gefalteten Blätter und die stattlichen, grünlichen Blütenrispen auf. Diese architektonisch wirkende Staude ist ein echter Gewinn für Gärtner, die kühle, frische Plätze ökologisch aufwerten möchten. Als heimische Art ist sie eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten wie die Berauschte Blattwespe oder den Hummelfliegenkäfer. Wenn du in deinem Garten einen Standort hast, der an eine feuchte Bergwiese erinnert, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich. Du schaffst damit einen wertvollen Trittstein für die Artenvielfalt in deiner Region.
Alpine Charakterpflanze auf 0.65 m: Ein Magnet für seltene Käfer und Blattwespen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Grüne Germer eine wichtige Anlaufstelle für eine spezialisierte Insektenwelt. Besonders häufig lassen sich Punktkäfer und der Hummelfliegenkäfer auf den Blüten nieder, um dort Nahrung zu finden. Auch die Berauschte Blattwespe gehört zu den regelmäßigen Besuchern, die von der Pflanze profitieren. Da es sich um eine heimische Staude handelt, ist sie perfekt in die hiesigen Nahrungsketten integriert. Auch wenn sie nicht durch Massenbesuche von Honigbienen auffällt, ist sie für die Nischenfauna unserer Berg- und Vorlandregionen unverzichtbar. Im Winter dienen die stehengelassenen Stängel zudem als Strukturgeber für überwinternde Kleinstlebewesen.
Bitte beachte, dass der Grüne Germer in allen Pflanzenteilen stark giftig ist und daher als nicht kindersicher eingestuft wird. Trage bei Pflegearbeiten am besten Handschuhe und achte darauf, dass keine Haustiere an der Pflanze fressen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Teils immergrün
Pflanzenhöhe
0.648 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 7): Wähle einen sonnigen Standort, damit die Pflanze ihre volle Struktur entwickeln kann.
Bodenfeuchte (Ellenberg 6): Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein; vermeide unbedingt das komplette Austrocknen der Erde.
Nährstoffe (Ellenberg 6): Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) bevorzugt er einen normalen, humosen Gartenboden.
Bodenreaktion (Ellenberg 6): Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflanzzeit: Setze den Germer im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Achte auf ausreichend Platz, da die Staude mit 0.65 m Höhe und ihren breiten Blättern Raum beansprucht.
Pflege: Da die Pflanze kalt-adaptiert ist, kommt sie mit unseren Wintern bestens zurecht und benötigt keinen Frostschutz.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (*Caltha palustris*) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Standorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Grüne Germer gehört zur Familie der Germergewächse (*Melanthiaceae*) und ist in den Bergregionen von Deutschland und Österreich indigen (heimisch). Sein natürlicher Lebensraum umfasst Hochstaudenfluren (nährstoffreiche Krautgemeinschaften) und Flachmoore, wo er kühle und feuchte Bedingungen vorfindet. Botanisch zeichnet er sich durch einen kräftigen, unverzweigten Stängel aus, der eine Wuchshöhe von exakt 0.65 m erreicht. Die wechselständig angeordneten Blätter sind breit-elliptisch und durch die ausgeprägte Nervatur auffällig längs gefaltet, was ihn bereits vor der Blüte unverwechselbar macht.
1 Video zu Grüner Germer

2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →