
Verbascum nigrum subsp. nigrum
5
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Die Schwarze Königskerze erkennst du sofort an ihren hohen, dunklen Blütenstielen und den gelben Blüten, aus deren Mitte auffällige, violett behaarte Staubfäden leuchten. Im Gegensatz zu vielen Verwandten mag sie es lieber etwas feuchter und nährstoffreicher, was sie zur idealen Wahl für klassische Gartenböden macht. Sie ist eine unverzichtbare Futterpflanze für spezialisierte Insekten wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) oder den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia). Wenn du eine Ecke im Halbschatten hast, in der es etwas üppiger zugehen darf, ist sie die perfekte Staude für dich. Mit ihr holst du dir einen robusten und langlebigen Insektenmagneten direkt ans Haus.
Die ausdauernde Staude mit den violetten Herzen für hungrige Sandbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Schwarze Königskerze eine Schlüsselart für spezialisierte Insekten wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor). Auch die Königskerzen-Sägewespe ist regelmäßig an ihren Blättern und Blüten zu finden. Für den bedrohten Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) bietet sie eine wichtige Lebensgrundlage. Da sie auf nährstoffreichen Böden besonders kräftig wächst, produziert sie eine beachtliche Menge an Pollen und Nektar für heimische Fluginsekten. Im Winter dienen ihre stehengelassenen, markhaltigen Stängel zudem als wertvolles Winterquartier für kleine nützliche Gartenbewohner.
Die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum subsp. nigrum) wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb sie für Gärten mit sehr kleinen Kindern nur bedingt zu empfehlen ist. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen violetten Staubfäden jedoch kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.81 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne, der nicht zur extremen Trockenheit neigt.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass der Boden frisch (mäßig feucht) bleibt; reine Trockenstandorte sind für diese Unterart weniger geeignet.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Pflanzen ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflege: Sie ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Pflanze dazu anregen, länger zu leben, da sie oft als ausdauernde Staude wächst.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Samen im Spätsommer.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense). Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, frische Böden und kommen natürlicherweise in ähnlichen Pflanzengesellschaften vor.
Die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum subsp. nigrum) ist in Deutschland heimisch und wird als indigen (ursprünglich einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft. Sie besiedelt bevorzugt Standorte, die mäßig feucht und sehr nährstoffreich sind. Eine Besonderheit ist ihre arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine spezielle Form der Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe besser aufzunehmen. Auf der Roten Liste wird sie als ungefährdet (*) geführt, was ihre gute Anpassungsfähigkeit in unserer Kulturlandschaft unterstreicht.
3 Videos zu Schwarze Königskerze



5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_922742011
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