Bild folgtKI-generierte IllustrationVeronica fruticans
Mit seiner Wuchsform als kompakter Halbstrauch (Pflanze, deren Basis verholzt) fällt der Felsen-Ehrenpreis (Veronica fruticans) sofort auf. Er erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,09 m und ist damit ein idealer Bewohner für Steingärten und karge Felsspalten. Da er ursprünglich aus alpinen Regionen stammt, ist er an kühle Temperaturen und nährstoffarme Verhältnisse bestens angepasst. Du förderst mit dieser heimischen Art die Artenvielfalt an Standorten, die für viele andere Gartenpflanzen zu extrem sind. Von Juni bis September bereichert er dein Beet mit seiner Blütezeit und nutzt den Wind, um seine sehr leichten Samen zu verbreiten. Wenn du einen pflegeleichten Akzent für sonnige, magere Plätze suchst, machst du mit ihm alles richtig.
Alpiner Überlebenskünstler: Nur 9 Zentimeter hoch und extrem frosthart.
Der Felsen-Ehrenpreis leistet durch seine Blütezeit von Juni bis September einen Beitrag zum Nahrungsangebot in sonnigen Gartenbereichen. Da er speziell an magere und kühle Standorte angepasst ist, besetzt er eine ökologische Nische, die für die Biodiversität in Steingärten wichtig ist. Seine extrem leichten Samen von 0,1322 mg sind für die Windausbreitung optimiert, was die Besiedlung neuer Lebensräume ermöglicht. Durch die Symbiose mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM, eine Form der Pilz-Wurzel-Gemeinschaft) unterstützt er ein gesundes Bodennetzwerk. Auch ohne spezifische Bestäuberdaten ist klar, dass er als heimische Art fest in das lokale Ökosystem integriert ist. Er bietet mit seiner kompakten Blattfläche von 17,46 mm² zudem Lebensraum für Kleinstlebewesen am Boden.
In Bezug auf die Gartensicherheit ist zu beachten, dass der Felsen-Ehrenpreis als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile von Kindern verzehrt werden. Sollte es dennoch zu einer versehentlichen Aufnahme kommen, wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ansonsten ist die Handhabung der Pflanze im Gartenalltag unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.086 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihren kompakten Wuchs beibehält.
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein (magerer Boden), da die Pflanze nur sehr wenige Nährstoffe benötigt.
Halte den Boden frisch (mäßig feucht), aber sorge unbedingt für einen guten Wasserabfluss, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanze den Ehrenpreis idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Halte bei der Pflanzung die Zielhöhe von 0,09 m im Blick, um ihn nicht durch größere Nachbarn zu bedrängen.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und würde der Pflanze an ihrem natürlichen Standort eher schaden.
Gute Partnerin: Die Weiße Fetthenne (Sedum album) — sie hat ähnliche Ansprüche an Licht und magere Böden und ergänzt das ökologische Angebot auf felsigem Untergrund perfekt.
Der Felsen-Ehrenpreis (Veronica fruticans) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind sonnige, magere Standorte in alpinen oder nördlichen Lagen, was ihn als Kaltzeiger (Pflanze, die kühle Gebiete bevorzugt) kennzeichnet. Morphologisch zeichnet er sich als niedriger Halbstrauch aus, der trotz seiner geringen Größe von 0,09 m eine Blattfläche von 17,46 mm² pro Blatt ausbildet. Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von nur 0,1322 mg, was eine Fernausbreitung durch Wind ermöglicht.
3 Videos zu Felsen-Ehrenpreis
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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