Bild folgtKI-generierte IllustrationVeronica hederifolia
Auch bekannt als: Efeublättriger Ehrenpreis, Efeu-Ehrenpreis
Artengruppe
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Efeu-Ehrenpreis durch seine kleinen, blass-lila Blüten und die namensgebenden, efeuartig gelappten Blätter auf. Dieser zierliche Bodendecker ist ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten, da er wertvollen Lebensraum für spezialisierte Insekten bietet. Besonders bedeutsam ist er als Raupenfutterpflanze für den Gemeinen Scheckenfalter (Melitaea cinxia), der auf solche Wildkräuter angewiesen ist. Da die Pflanze nährstoffreiche Böden bevorzugt, zeigt sie dir oft die fruchtbaren Stellen in deinem Garten an. Lass ihn in einer ruhigen Ecke gewähren, um einen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Falterwelt zu leisten. Du wirst staunen, wie viel Leben dieses kleine Kraut anzieht.
Wichtige Kinderstube für den seltenen Gemeinen Scheckenfalter im Frühjahr.
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Die ökologische Bedeutung des Efeu-Ehrenpreises liegt vor allem in seiner Rolle als Kinderstube für Schmetterlinge. Nach aktuellen Daten ist er eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Gemeinen Scheckenfalter (Melitaea cinxia). Die Larven dieses Falters finden hier die nötigen Nährstoffe für ihre Entwicklung. Zudem ist die Pflanze über eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) eng mit dem Bodenökosystem vernetzt. Dies fördert den Nährstoffaustausch im Gartenboden und unterstützt die allgemeine Bodengesundheit während seiner Wachstumsphase im Frühjahr.
Der Efeu-Ehrenpreis wird als nicht kindersicher eingestuft. Es sollte darauf geachtet werden, dass Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslung mit stark giftigen Gartenpflanzen ist aufgrund der charakteristischen, efeuähnlichen Blattform und der kriechenden Wuchsweise jedoch sehr unwahrscheinlich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten aus.
Boden: Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da die Pflanze ein Starkzehrer (hoher Nährstoffbedarf) ist.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November aussäen oder setzen, sofern der Boden offen ist.
Pflege: Er ist äußerst anspruchslos und benötigt kaum Pflege, solange der Boden nicht völlig austrocknet.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich meist durch Selbstaussaat, da sie einjährig ist.
Rückschnitt: Lasse die Triebe nach der Blüte im Mai unbedingt stehen, damit die Samen für das nächste Jahr ausreifen können.
Winter: Da er oft schon im Herbst keimt, bilden kleine grüne Polster einen dezenten Winteraspekt.
Kombination: Ein idealer Partner ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata).
Begründung: Beide Arten bevorzugen denselben frischen, stickstoffreichen Boden im Halbschatten und fördern gemeinsam die lokale Insektenvielfalt.
Der Efeu-Ehrenpreis (Veronica hederifolia) ist eine einjährige Wildpflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (alteingebürgerte Art) weit verbreitet ist. Er besiedelt bevorzugt frische, also mäßig feuchte Standorte im Halbschatten, wie man sie oft an Heckenrändern oder in Gärten findet. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Stickstoffbedarf) ist er ein typischer Anzeiger für nährstoffreiche Böden. Morphologisch zeichnet er sich durch niederliegende Stängel und Blätter aus, deren Form stark an kleine Efeublätter erinnert.
3 Videos zu Efeu-Ehrenpreis (Artengruppe)



•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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