Bild folgtKI-generierte IllustrationVeronica orsiniana
Auch bekannt als: Orsini-Ehrenpreis, Veronica orsiniana
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend blauen Blütenkerzen, die sich über den polsterartigen Wuchs erheben, lässt sich Orsinis Ehrenpreis (Veronica orsiniana) sofort erkennen. Diese seltene Schönheit ist ein Juwel für sonnige Stein- und Trockengärten. Da sie auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders Edelfalter wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) profitieren von ihrem Nektarangebot. Mit dieser Wahl zeigst du ein feines Gespür für ökologische Raritäten. Hast du schon einen sonnigen, kalkreichen Platz für diese Kostbarkeit reserviert?
Seltene Rettungsinsel für Scheckenfalter: Diese Kostbarkeit belebt Kalkgärten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist Orsinis Ehrenpreis eine wichtige Anlaufstelle für eine Vielzahl gefährdeter Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter findet hier Nahrung, darunter Arten wie der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch der Hochgebirgs-Perlmuttfalter (Boloria pales) besucht die Blüten regelmäßig. Da die Pflanze als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft ist, dient sie im Garten als Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für seltene Insektenpopulationen. Durch die Förderung dieser Art unterstützt du gezielt die Biodiversität in deiner Region. Die Pflanze lebt zudem in einer Symbiose mit AM-Mykorrhiza (spezielle Bodenpilze), was die Bodenfunktion stabilisiert.
Orsinis Ehrenpreis wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Es ist daher ratsam, die Pflanze so zu platzieren, dass kleine Kinder oder Haustiere keinen direkten Zugriff zum Verzehr haben. In einem Naturgarten für Kenner ist sie jedoch aufgrund ihres hohen ökologischen Wertes am richtigen Platz.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne genießt.
Der Boden sollte trocken (Feuchtewert 3) und sehr nährstoffarm sein – ein Magerstandort ist ideal.
Achte auf kalkhaltigen Untergrund; arbeite bei Bedarf etwas Kalksplitt in die Erde ein.
Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit sich die Polster gut ausbreiten können.
Da sie ein Schwachzehrer ist, darfst du nicht düngen, sonst verdrängen Gräser die Pflanze.
Eine Drainage (Schicht aus Kies zur Wasserableitung) im Pflanzloch verhindert Staunässe.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für trockene, kalkreiche Standorte und ergänzt die blaue Blüte mit ihrem kräftigen Rosa.
Orsinis Ehrenpreis gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz heimisch. In der Natur findet man ihn vor allem auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo er kalkhaltige (basische) Böden bevorzugt. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre behaarten Stängel und die charakteristischen, tiefblauen Blüten aus, die in dichten Trauben angeordnet sind. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) ist sie perfekt an unser Klima angepasst. Die Art gilt als Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden wächst), was sie ideal für Magerrasen macht.
2 Videos zu Orsinis Ehrenpreis


13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →