Bild folgtKI-generierte IllustrationVertigo genesii
Auch bekannt als: Blanke Windelschnecke, Rundmündige Windelschnecke
Die Schmale Windelschnecke (Vertigo genesii) ist ein winziger Vertreter der Landschnecken, der aufgrund seiner geringen Körpergröße meist erst bei genauem Hinsehen in feuchter Umgebung entdeckt wird. Als Mitglied der Gattung Vertigo lebt sie sehr unauffällig in der Bodenstreu oder an feuchter Vegetation. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Funktion als Zersetzer, indem sie organisches Material verwertet. Sie ernährt sich allgemein von abgestorbenen Pflanzenteilen und dem darauf befindlichen Biofilm (einem dünnen Belag aus Mikroorganismen). In der ökologischen Nahrungskette dient sie wiederum als Beute für kleine räuberische Wirbellose (wirbellose Tiere). Als Gärtner kannst du sie unterstützen, indem du feuchte, ungestörte Ecken mit Totholz oder altem Laub bewahrst. Auf chemische Mittel solltest du verzichten, da diese empfindlichen Tiere direkt davon betroffen sind. Ein naturnaher Garten mit schattigen Bereichen schützt sie vor dem Austrocknen. Wer diese Tiere bei sich weiß, kann stolz auf ein funktionierendes, kleinteiliges Ökosystem sein.
Diese Schnecke ist für den Menschen vollkommen harmlos und richtet in deinem Garten keinerlei Schäden an Kulturpflanzen an. Viele Arten der Gattung Vertigo sind streng geschützt und stehen auf der Roten Liste, weshalb ihr Lebensraum nicht gestört werden sollte. Genieße einfach das Wissen, einen so seltenen und spezialisierten Gast in deiner Nähe zu haben.
Vertigo genesii gehört zur Familie der Windelschnecken (Vertiginidae) innerhalb der Ordnung der Landlungenschnecken. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Teile Mitteleuropas, wobei sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz oft an sehr spezialisierte, kalkreiche Standorte gebunden ist. Diese Gastropoden (Bauchfüßer) sind eng an hohe Feuchtigkeit und kühle Mikroklimata angepasst. Ihr Vorkommen gilt unter Biologen oft als wertvoller Hinweis auf einen ökologisch hochwertigen Lebensraum.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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