Bild folgtKI-generierte IllustrationViburnum tinus
Auch bekannt als: Immergrüner Schneeball, Lorbeerblättriger Schneeball, Mittelmeer-Schneeball, Lorbeerschneeball
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Lorbeerblättrigen Schneeball (Viburnum tinus) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen glänzenden, immergrünen Blättern und den zarten, weiß-rosa Blütendolden bringt er Leben in die karge Winterzeit. Als ökologisch wertvoller Strauch dient er in der blütenarmen Zeit von November bis Juni als wichtige Nahrungsquelle für Insekten. Besonders die Raupen des Ligusterschwärmers (Sphinx ligustri) profitieren von seinen Blättern als Futtergrundlage. Im Naturgarten ist er ein unverzichtbares Element für alle, die auch im Winter Vögel und Insekten beobachten wollen. Mit diesem robusten Gehölz machen Sie alles richtig, wenn Sie den Artenschutz ganzjährig fördern möchten.
Winterblüher und Kinderstube für den Ligusterschwärmer auf stolzen 5,0 Metern.
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Dieser Strauch ist ein wahrer Überlebenshelfer, da seine Blütezeit bereits im November beginnt und bis in den Juni reicht. In den kritischen Wintermonaten bietet er Nektar für früh fliegende Insekten wie Schwebfliegen oder Hummelköniginnen, die an milden Tagen erwachen. Eine ganz besondere Bedeutung hat er nach aktuellen Daten als Raupenfutterpflanze für den Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri). Die im Spätsommer reifenden dunklen Beeren werden gerne von heimischen Vögeln wie dem Rotkehlchen (Erithacus rubecula) oder der Amsel (Turdus merula) gefressen. Durch seine dichte, immergrüne Struktur bietet er zudem ganzjährig wertvolle Versteckmöglichkeiten und sichere Nistplätze im naturnahen Garten.
Der Lorbeerblättrige Schneeball ist leicht giftig. Insbesondere der Verzehr der Beeren kann durch die enthaltenen Terpene (Viburnin) zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen führen. Halten Sie bei Verdacht auf eine Vergiftung durch Einnahme sofort Rücksprache mit dem Giftnotruf 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Nov – Jun
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
3.251 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Kronröhre
6.69 mm
Standort: Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Platz im Garten.
Boden: Er bevorzugt durchlässige, humusreiche (nährstoffreiche durch zersetztes organisches Material) Böden.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Planen Sie ausreichend Platz für die Endhöhe von 5,0 m ein.
Bewässerung: Auch an frostfreien Wintertagen gießen, da die immergrünen Blätter weiterhin Wasser verdunsten.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist selten erforderlich, kann aber nach der Blüte im Juni erfolgen.
Winterschutz: In rauen Lagen sollte der Wurzelbereich mit einer Schicht aus Laub geschützt werden.
Pflanzpartner: Die Gewöhnliche Eibe (Taxus baccata) ist eine ideale Partnerin, da sie ähnliche Standortansprüche teilt und als heimisches Gehölz ergänzenden Schutz für Vögel bietet.
Der Lorbeerblättrige Schneeball gehört zur Familie der Schneeballgewächse (Viburnaceae). Ursprünglich in der Mittelmeerregion beheimatet, besiedelt er dort die Macchie (immergrünes Buschland), ist aber aufgrund des milderen Klimas längst in unseren Gärten etabliert. Charakteristisch sind die breitblättrigen, lederartigen Blätter und die Blütenstände in Form von Trugdolden (verzweigte Blütenstände, bei denen die inneren Blüten zuerst aufgehen). Er wächst als verholzter Strauch und erreicht eine stattliche Wuchshöhe von genau 5,0 m, was ihn zu einem markanten Strukturelement macht.
1 Video zu Lorbeerblättriger Schneeball

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →