Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia hybrida
Auch bekannt als: Hybrid-Wicke
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die blassgelben Schmetterlingsblüten, die oft rötlich behaart sind und einzeln aus den Blattachseln hervortreten. Die Bastard-Wicke (Vicia hybrida) ist eine botanische Besonderheit, die vor allem durch ihre frühe Blütezeit im April punktet und so eine wichtige Versorgungslücke im Frühjahr füllt. Da sie als Leguminose (Hülsenfrüchtler) Stickstoff im Boden bindet, dient sie als natürliche Bodenverbesserin für dein Gartenbeet. Du solltest jedoch beachten, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird und daher einen bedachten Platz benötigt. Wer seltene Arten schätzt und einen sonnigen Standort bietet, wird an dieser zierlichen Kletterpflanze viel Freude haben.
Seltener Frühlingsschatz: Die Bastard-Wicke blüht im April und düngt den Boden.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten blüht die Bastard-Wicke ausschließlich im April. In diesem frühen Monat bietet sie ein wichtiges Nahrungsangebot, wenn viele andere Wiesenblumen noch in der Wachstumsphase sind. Ein wesentlicher ökologischer Beitrag ist ihre Eigenschaft als Leguminose (Hülsenfrüchtler). Durch die Stickstofffixierung (Anreicherung des Bodens durch Bakterien an den Wurzeln) verbessert sie die Bodenqualität für benachbarte, magerkeitsliebende Pflanzen. Da keine spezifischen Daten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, liegt ihr Hauptwert in dieser natürlichen Bodenverbesserung und dem frühen Blühfenster. Die nach der Blüte gebildeten Samen stellen zudem eine Energiequelle für bodennah lebende Kleinsäuger dar.
Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit anderen gelb blühenden Wicken, wobei die Bastard-Wicke durch ihre behaarte Blütenoberseite gut erkennbar bleibt. Wichtig ist jedoch: Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr für Kinder oder Haustiere problematisch sein können, weshalb sie an einem Ort außerhalb der Reichweite der Kleinsten wachsen sollte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Die Bastard-Wicke benötigt einen vollsonnigen und warmen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher trocken sein, da sie empfindlich auf Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) reagiert.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai, damit sie rechtzeitig zur Blüte im April etabliert ist.
Alternativ ist eine Pflanzung von September bis Ende November möglich, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze durch Stickstofffixierung (Aufnahme von Luftstickstoff durch Bakterien) ihren eigenen Dünger produziert.
Da sie einjährig ist, solltest du die Triebe nach der Blüte im Mai stehen lassen, damit sie Samen für das nächste Jahr ausstreuen kann.
Für die Keimung der Samen im Folgejahr sind kleine, offene Bodenstellen ohne dichten Bewuchs ideal.
Eine gute Begleitpflanze ist die Aufrechte Trespe (Bromus erectus).
Beide teilen ähnliche Standortansprüche und kommen natürlicherweise in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) vor.
Die Gräser geben der zierlichen Wicke zudem den nötigen Halt zum Hochranken.
Die Bastard-Wicke (Vicia hybrida) gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). In unserer Region ist sie eher selten und bevorzugt warme Standorte wie Weinberge oder Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Als Therophyt (einjährige Pflanze, die den Winter als Samen überdauert) ist ihr gesamter Lebenszyklus auf die warme Jahreshälfte konzentriert. Man erkennt sie gut an ihrem kletternden Wuchs und den charakteristischen Ranken an den Enden der gefiederten Blätter.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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