Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia lutea subsp. lutea
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Typisch für die Gelbe Wicke sind ihre hellgelben Schmetterlingsblüten und die feinen Ranken, mit denen sie sich geschickt an benachbarten Halmen emporzieht. Als zierliche Kletterpflanze bereichert sie sonnige, trockene Standorte und dient als wertvolle Futterquelle für bedrohte Insekten. Besonders die seltene Mooshummel (Bombus muscorum) und der farbenfrohe Aurorafalter (Anthocharis cardamines) profitieren von ihrem Nektarangebot. Mit einer kompakten Wuchshöhe von 0,38 m findet sie auch in kleineren Beeten problemlos Platz. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die ökologische Nischen füllt, machst du mit ihr in deinem Garten alles richtig.
Zierliche Kletterkünstlerin: Die Gelbe Wicke ist das Buffet für seltene Mooshummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Wicke eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Hummelarten. Besonders die Feldhummel (Bombus ruderatus), die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die seltene Mooshummel (Bombus muscorum) nutzen die Blüten als Energiequelle. Auch Tagfalter wie der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) fliegen die Pflanze regelmäßig an. Da die Samen mit etwa 32,1 mg recht schwer sind, dienen sie am Boden kriechenden Tieren als Nahrung. Durch die Pflanzung förderst du gezielt die Artenvielfalt in trockenen Gartenbereichen.
Die Gelbe Wicke wird als nicht kindersicher eingestuft. Da viele Arten aus der Familie der Hülsenfrüchtler in ihren Samen Stoffe bilden, die zu Unverträglichkeiten führen können, sollten Kinder und Haustiere nicht davon naschen. In einem naturnahen Garten ohne Aufsichtspflicht für Kleinkinder ist sie jedoch unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Mediterranean
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.381 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), der über den Tag viel direkte Wärme speichert.
Boden: Die Pflanze bevorzugt kalkhaltige, basische Böden (Reaktionswert 7) mit mittlerem Nährstoffgehalt.
Feuchtigkeit: Ein trockener Standort (Feuchtewert 3) ist ideal; Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze die Wicke im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Wuchs: Halte die exakte Wuchshöhe von 0,38 m im Blick und biete ihr Gräser als natürliche Kletterhilfe an.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, lass die Triebe zur Selbstaussaat und als Winterschutz einfach stehen.
Vermehrung: Die schweren Diasporen (Ausbreitungseinheiten) fallen nah an die Mutterpflanze und keimen dort im nächsten Jahr.
Pflanzpartner: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) ist eine ideale Begleiterin, da sie denselben Lebensraum teilt und als stabiles Gerüst dient.
Die Gelbe Wicke (Vicia lutea subsp. lutea) ist ein Vertreter der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales). Als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) stammt sie ursprünglich aus Spanien und besiedelt bei uns vor allem Xerothermrasen (warme, trockene Magerwiesen). Morphologisch auffällig ist ihr kletternder, nicht verholzter Wuchs und die arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffgewinnung). Ihre schweren Samen deuten auf eine Ausbreitung über kurze Distanzen hin, oft unterstützt durch bodenbewohnende Tiere.
3 Videos zu Gelbe Wicke



19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →