Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia narbonensis
Auch bekannt als: Vicia narbonensis
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren auffällig breiten, fast fleischig wirkenden Fiederblättern fällt die Maus-Wicke (Vicia narbonensis) sofort auf. Im Gegensatz zu ihren zierlichen Verwandten wirkt diese Kletterpflanze robust und bodenständig. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Geheimtipp, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Falter wie den Glänzenden Bläuling (Polyommatus fulgens) oder den Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) darstellt. Wenn du ihr ein sonniges Plätzchen gönnst, förderst du gezielt Arten, die andernorts immer weniger Lebensraum finden. Du wirst sehen, wie schnell sich dein Garten mit dieser unkomplizierten Art in ein lebendiges Beobachtungsfeld verwandelt.
Kompakte Kletterkünstlerin: Ein Magnet für seltene Bläulinge in deinem Garten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Wicke ist eine wertvolle Tankstelle für Schmetterlinge. Insbesondere der Humedas-Bläuling (Polyommatus humedasae) und der Glänzende Bläuling (Polyommatus fulgens) profitieren von ihrem Nektarangebot. Auch der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) nutzt die Blüten als Nahrungsquelle. Durch ihr schweres Diasporengewicht (Samen) von etwa 184,6 mg bietet sie nahrhafte Kost für kleine Vögel oder Nagetiere, die zur Verbreitung beitragen können. Als Stickstoffsammler verbessert sie zudem auf natürliche Weise die Bodenqualität für ihre Pflanznachbarn, indem sie Luftstickstoff für das Bodenökosystem verfügbar macht.
Bitte beachte, dass die Maus-Wicke als nicht kindersicher eingestuft ist. Da sie für den Menschen ungenießbar ist und Unverträglichkeiten auslösen kann, sollte sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.424 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre volle Vitalität entwickelt.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal, sofern er kalkhaltig oder basisch ist (Ellenberg Reaktion 7).
Feuchtigkeit: Achte darauf, dass der Boden 'frisch', also mäßig feucht bleibt (Ellenberg Feuchte 5); Staunässe solltest du jedoch vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Maus-Wicke im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Wuchs: Mit einer Wuchshöhe von genau 0.42 m ist sie eine kompakte Kletterpflanze, die gerne an benachbarten Stauden emporrankt.
Vermehrung: Da die Samen mit über 184 mg recht schwer sind (Kurzdistanz-Ausbreitung), erfolgt die Vermehrung meist direkt vor Ort durch Selbstaussaat.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Maus-Wicke (Vicia narbonensis) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eng mit der Ackerbohne verwandt. In unseren Regionen gilt sie als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingewandert ist), hat sich aber fest in der heimischen Flora etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum sind mäßig feuchte, kalkhaltige Standorte an Wegrändern oder auf Äckern. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre eiförmigen, großflächigen Blätter aus, die untypisch für viele andere Wicken-Arten sind. Als Leguminose lebt sie in Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die ihr bei der Nährstoffaufnahme helfen.
2 Videos zu Maus-Wicke


3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →