Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia narbonensis subsp. narbonensis
An ihren kräftigen, fast schon massiv wirkenden Fiederblättern lässt sich die Narbonne-Wicke (Vicia narbonensis subsp. narbonensis) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle, da sie als Hülsenfrüchtler (Stickstoffsammler) den Boden auf ganz natürliche Weise mit Nährstoffen anreichert. Von ihrem Nektarangebot profitieren vor allem Wildbienen und Hummeln, die kräftig genug sind, um die spezialisierten Blüten zu öffnen. Da sie in Deutschland heimisch und recht selten geworden ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen, warmen Platz hast, wird diese robuste Kletterin dich nicht enttäuschen.
Robuste Stickstoffsammlerin und seltene Kletterkünstlerin für sonnige Kalkböden.
Nach aktuellen Beobachtungen profitieren vor allem Hummeln und langrüsselige Wildbienen von den Blüten dieser Wicke. Die schweren Samen, die ein Gewicht von etwa 184,6 mg erreichen, fallen meist in die direkte Nähe der Pflanze oder werden von Tieren im Garten verteilt. Im Winter dienen die stehengelassenen Ranken als wichtiger Rückzugsort für kleine Nützlinge. Da die Pflanze Stickstoff im Boden bindet, wirkt sie wie ein sanfter, biologischer Dünger für deine Beete. Auch Vögel suchen im Herbst gerne nach den nahrhaften Samen in den Hülsenfrüchten. So entsteht ein kleiner, geschlossener Kreislauf direkt vor deiner Terrassentür.
Bitte beachte, dass die Narbonne-Wicke im Garten nicht als kindersicher eingestuft wird. Da sie zu den Wicken gehört, können die Pflanzenteile und besonders die Samen bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen. Wenn kleine Kinder oder Haustiere bei dir spielen, solltest du darauf achten, dass keine Pflanzenteile im Mund landen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.424 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Kraft entfalten kann.
Der Boden sollte kalkhaltig und basisch sein (Reaktionswert 8); bei Bedarf kannst du etwas Gartenkalk einarbeiten.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte (Feuchtewert 4), vermeide aber Staunässe durch gute Drainage.
Da sie eine Wuchshöhe von genau 0,42 m erreicht und klettert, sind kleine Reisigzweige als Stütze ideal.
Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr von März bis Mai, solange der Boden gut durchfeuchtet ist.
Als Mittelzehrer benötigt sie einen normalen Gartenboden und kommt ohne zusätzliche Düngergaben aus.
Lass die Pflanze im Herbst einfach stehen; sie verbreitet ihre schweren Samen selbst über kurze Distanzen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie liebt ebenfalls sonnige, kalkhaltige Plätze und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber perfekt.
Die Narbonne-Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales) eingeordnet. In Deutschland ist sie vor allem an wärmebegünstigten Standorten heimisch, wo sie kalkhaltige (basische) Böden bevorzugt. Botanisch gesehen handelt es sich um eine krautige, nicht verholzte Kletterpflanze, die mit ihren breiten Blättern eine sehr kompakte Wuchshöhe von 0,42 m erreicht. Eine Besonderheit ist ihre arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus der Erde aufzunehmen.
2 Videos zu Vicia narbonensis subsp. narbonensis
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →