Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia sativa agg.
Artengruppe
Mit ihren paarig gefiederten Blättern, die in einer feinen Ranke enden, lässt sich die Saat-Wicke (Vicia sativa agg.) sofort erkennen. Diese zierliche Kletterpflanze ist eine Bereicherung für deinen Garten, da sie als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor der Entdeckung Amerikas 1492 bei uns heimisch war) perfekt an unser Klima angepasst ist. In deinem Naturgarten schließt sie Lücken an sonnigen Stellen und verbessert ganz nebenbei die Bodenqualität. Da sie als Hülsenfrüchtler Stickstoff im Boden anreichert, fungiert sie als natürlicher Dünger für ihre Nachbarn. Wenn du einen trockenen Platz im Garten hast, an dem andere Pflanzen aufgeben, solltest du dieser robusten Art eine Chance geben.
Zierliche Kletterkünstlerin: Heimischer Bodenverbesserer für sonnig-trockene Beete
Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Saat-Wicke als einheimische Art ein wertvoller Bestandteil unserer Natur. Besonders auffällig ist ihr Beitrag zur Bodenökologie, da sie als Leguminose den Boden mit Stickstoff anreichert. Die Pflanze produziert verhältnismäßig schwere Samen mit einem Gewicht von etwa 20,64 mg. Diese Diasporen (Ausbreitungseinheiten) werden vor allem über kurze Distanzen verteilt, können aber auch durch Tiere verbreitet werden. Mit einer Blattfläche von 75,0 mm² bietet sie zudem eine feingliedrige Struktur, die den Boden beschattet und Kleinstlebewesen Schutz bietet. Da sie ein Archäophyt ist, harmoniert sie seit Jahrhunderten mit der lokalen Tierwelt.
Bitte beachte, dass die Saat-Wicke laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, ist daher Vorsicht geboten, da der Verzehr von Pflanzenteilen problematisch sein kann. Falls es zu einer versehentlichen Aufnahme kommt, kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere sollte die Pflanze ebenfalls unzugänglich sein.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), damit die Pflanze ihre volle Kraft entfalten kann.
Bodenfeuchte: Sie bevorzugt trockene Bedingungen (Feuchtezahl 2); Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) reicht völlig aus.
Bodenreaktion: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionszahl 7).
Pflanzzeit: Säe die Wicke am besten im Frühjahr zwischen März und Mai direkt an Ort und Stelle aus.
Wuchshilfe: Da sie 0,45 m hoch wird und klettert, freut sie sich über benachbarte Halme oder kleine Zweige als Stütze.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich über ihre 20,64 mg schweren Samen (Diasporen) vor allem auf kurzen Distanzen selbst.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie bietet der Wicke stabilen Halt und bevorzugt ebenfalls sonnige, eher trockene Standorte.
Die Saat-Wicke gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist innerhalb der Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen (Fabales) ein klassischer Vertreter unserer Kulturlandschaft. Sie ist in Deutschland weit verbreitet und besiedelt bevorzugt trockene Standorte wie Wegränder oder magere Wiesen. Morphologisch fällt sie durch ihre Kletterform auf, wobei sie eine Wuchshöhe von genau 0,45 m erreicht. Als nicht verholzte, breitblättrige Pflanze nutzt sie ihre Ranken, um an Gräsern oder anderen Strukturen emporzuwachsen. Ihr Status als indigene Art unterstreicht ihre tiefe ökologische Verwurzelung in unserer Region.
3 Videos zu Saat-Wicke (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →