Bild folgtKI-generierte IllustrationViola epipsila
Auch bekannt als: Viola epipsila
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Auffaellig sind beim Torf-Veilchen (Viola epipsila) die meist nur zwei nierenfoermigen Blaetter am Grund und die zarten, blassvioletten Blueten mit ihrer dunklen Aederung. Da diese Art auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Stufe 1) gefuehrt wird, ist sie ein echtes Juwel fuer deinen Naturgarten. Besonders seltene Perlmuttfalter wie der Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne) oder der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter (Boloria selene) sind auf diese spezialisierte Pflanze angewiesen. Mit der Ansiedlung in einer feuchten Gartenecke schaffst du ein wichtiges Refugium fuer die Artenvielfalt. Du wirst staunen, wie viel Leben dieses kleine Gewaechs anzieht.
Rettungsanker fuer Perlmuttfalter: Hol dir die bedrohte Moor-Schoenheit heim.
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Das Torf-Veilchen ist eine hochspezialisierte Futterpflanze fuer bedrohte Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestaeubungsdaten profitieren vor allem Schecken- und Perlmuttfalter wie der Alpenmatten-Perlmuttfalter (Boloria pales) oder der Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) von dieser Art. Auch Boloria graeca und der Hainveilchen-Perlmuttfalter (Boloria selene) nutzen die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle. Die Raupen vieler dieser Falter sind auf Veilchen als einzige Futterquelle angewiesen. Da die Pflanze in der freien Natur kaum noch vorkommt, bietet dein Garten einen wertvollen Trittstein (vernetzender Lebensraum) fuer das Ueberleben dieser Insekten. Im Winter dienen die abgestorbenen Pflanzenteile kleinen Bodenlebewesen als frostsicheres Quartier.
Das Torf-Veilchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es Saponine (pflanzliche Seifenstoffe) enthaelt, kann der Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden fuehren. Achte besonders bei Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren darauf, dass die Pflanze nicht probiert wird. Eine Verwechslung mit dem Sumpf-Veilchen (Viola palustris) ist moeglich, welches jedoch aehnliche Inhaltsstoffe besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Waehle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der dauerhaft feucht oder sogar nass ist.
Der Boden muss mager (naehrstoffarm) sein, da das Veilchen als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Naehrstoffbedarf) empfindlich auf Duengung reagiert.
Nutze kalkfreie Erde, idealerweise ein Gemisch aus Sand und saurem Substrat, um Moorbedingungen nachzubilden.
Die beste Pflanzzeit ist im Fruehling von Maerz bis Mai oder im Herbst bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Achte streng darauf, dass der Standort niemals austrocknet; eine automatische Bewaesserung oder die Naehe zu einem Teichrand ist ideal.
Eine Vermehrung gelingt am einfachsten durch das vorsichtige Abtrennen der Auslaeufer.
Da die Pflanze sehr klein bleibt, solltest du konkurrenzstarke Nachbarn regelmaessig entfernen.
Gute Partnerin: Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) – beide teilen die Vorliebe fuer saure, feuchte Standorte.
Auch die Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) ergaenzt das Torf-Veilchen oekologisch und optisch hervorragend in einer naturnahen Moorzone.
Das Torf-Veilchen (Viola epipsila) ist ein Vertreter der Veilchengewaechse (Violaceae) und in Mitteleuropa indigen (einheimisch). Sein natuerlicher Lebensraum umfasst Niedermoore, Bruchwaelder und nasse Anmoorwiesen, wobei es kalkarme, saure Boeden bevorzugt. Charakteristisch ist der kriechende Wurzelstock, ueber den sich die Pflanze langsam ausbreitet. Im Gegensatz zu anderen Veilchen bildet es oft nur ein einziges Blattpaar pro Trieb aus. Die Art ist ein Mykorrhiza-Partner (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), konkret vom Typ AM (Arbuskulaere Mykorrhiza), was ihre Naehrstoffaufnahme unterstuetzt.
2 Videos zu Torf-Veilchen


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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