Bild folgtKI-generierte IllustrationViola montana
Auch bekannt als: Viola montana
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Berg-Veilchen (Viola montana) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren blassvioletten Blüten und dem ungewöhnlich aufrechten Wuchs unterscheidet sie sich deutlich von ihren kriechenden Verwandten. Als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) ist sie ein echter Schatz für deinen Garten, der aktiv zum Artenschutz beiträgt. Besonders spezialisierte Perlmuttfalter wie der Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne) oder der Hainveilchen-Perlmuttfalter (Boloria dia) sind auf diese Pflanze angewiesen. Mit der Ansiedlung dieses seltenen Veilchens holst du dir ein Stück unberührte Natur direkt vor die Haustür. Hast du schon einen passenden, eher mageren Platz für diese botanische Besonderheit reserviert?
Rettungsinsel für seltene Perlmuttfalter: Hol dir die gefährdete Wildart in den Garten.
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In deinem Garten übernimmt das Berg-Veilchen eine Schlüsselrolle für die heimische Schmetterlingsfauna. Es dient nach aktuellen Bestäubungsdaten als lebenswichtige Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Perlmuttfaltern. Dazu gehören unter anderem der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales), der Feurige Perlmuttfalter (Boloria selene) und der seltene Balkan-Perlmuttfalter (Boloria graeca). Auch der Arktische Perlmuttfalter (Boloria oscarus) und Boloria selenis profitieren von dieser Art. Die Blüten bieten Nektar für diese spezialisierten Flieger, während die Blätter oft als Kinderstube für deren Raupen dienen. Da die Pflanze in der freien Natur immer seltener wird, fungiert dein Garten hier als wichtiger Trittsteinbiotop für den Erhalt dieser Falterarten.
Das Berg-Veilchen ist in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. In größeren Mengen verzehrt, können Pflanzenteile bei empfindlichen Personen oder Haustieren Unwohlsein auslösen. Achte daher darauf, dass Kinder die Pflanze nicht essen. Im Falle eines Falles erreichst du fachkundige Hilfe beim Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen hellen Platz im Halbschatten oder in der Sonne, der nicht zu heiß wird.
Boden: Ideal ist ein eher magerer (nährstoffarmer), kalkfreier und gleichmäßig feuchter Boden.
Pflanzzeit: Setze das Veilchen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 cm Abstand zu Nachbarpflanzen, damit sich die Horste gut entwickeln können.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden etwas Sand einmischen, um Staunässe zu vermeiden.
Pflege: Lasse die verblühten Stängel stehen, damit sich die Samen durch Aufspringen der Kapseln selbst verteilen können.
Vermehrung: Eine Teilung der Horste ist im Frühjahr nach der Blüte möglich.
Pflanzpartner: Die Blutwurz (Potentilla erecta) ist eine hervorragende Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an magere, eher saure Standorte stellt.
Das Berg-Veilchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in Deutschland heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist lichte Wälder, Moorränder oder Magerwiesen, die oft einen eher sauren Boden aufweisen. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) zwischen der Pflanzenwurzel und Bodenpilzen, die dem Veilchen bei der Nährstoffaufnahme hilft. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Duft-Veilchen wächst diese Art deutlich höher und bildet einen sichtbaren Stängel aus. Durch die Einstufung als gefährdet ist die Kultur im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der heimischen Flora.
3 Videos zu Berg-Veilchen



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →