Bild folgtKI-generierte IllustrationViola palustris subsp. palustris
4
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die blassvioletten, fast weißen Blüten mit ihrer feinen dunklen Aderung und die nierenförmigen Blätter, die dieses zierliche Veilchen kennzeichnen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,1 m ist das Sumpf-Veilchen (Viola palustris) ein kleiner, aber unersetzlicher Schatz für feuchte Gartenbereiche. Es dient als lebenswichtige Raupennahrung für bedrohte Schmetterlinge wie den Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne). Wenn du eine schattige, dauerfeuchte Ecke am Teichrand hast, bietest du hier spezialisierten Faltern ein wertvolles Refugium. Hol dir diesen heimischen Moorbewohner in deinen Garten und unterstütze aktiv den Artenschutz direkt vor deiner Haustür.
Unverzichtbare Kinderstube für den seltenen Frühlings-Perlmutterfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Falterarten von diesem Veilchen. Es dient als essentielle Raupenfutterpflanze für den Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) und den Aglaja-Falter (Speyeria aglaja). Auch der stattliche Kaisermantel (Argynnis paphia) wird von den Blüten angelockt und nutzt sie als Nektarquelle. Da die Samen mit nur 0,7335 mg extrem leicht sind, können sie über weite Strecken durch Wind oder Wasser transportiert werden, was die natürliche Wiederbesiedlung feuchter Biotope fördert. Mit der Ansiedlung stärkst du das lokale Nahrungsnetz für Schmetterlinge, deren Lebensräume in der freien Landschaft immer seltener werden.
Bitte beachte, dass das Sumpf-Veilchen in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. Obwohl viele Veilchenarten als harmlos gelten, sollte ein Verzehr durch Kinder oder Haustiere vermieden werden, um Unverträglichkeiten auszuschließen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme größerer Mengen ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar. Im Naturgarten sollte die Pflanze daher eher in ungestörten Randbereichen oder am Teichufer platziert werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.096 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen halbschattigen bis schattigen Platz, idealerweise in der Sumpfzone deines Gartenteiches.
Boden: Die Erde muss dauerhaft feucht bis nass sein; die Art bevorzugt kalkarme, leicht saure Böden.
Pflanzzeit: Setze das Veilchen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Achte darauf, dass es mit 0,1 m nicht von höheren Nachbarpflanzen überwuchert wird.
Pflanzabstand: Halte etwa 15 cm Abstand ein, damit sich die Ausläufer gut entwickeln können.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass verwelkte Pflanzenteile im Winter als natürlichen Schutz stehen.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch ihr leichtes Diasporengewicht (Samengewicht) von 0,7335 mg oft selbst für eine Fernausbreitung durch Wind oder Wasser.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie hat identische Standortansprüche und bietet einen schönen Farbkontrast.
Das Sumpf-Veilchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist eine indigene (ursprünglich einheimische) Art in Mitteleuropa. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Niedermoore (vom Grundwasser gespeiste Moore), Sumpfwiesen und Bruchwälder (wälder auf nassen Standorten). Botanisch handelt es sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die nicht verholzt und sich über unterirdische Ausläufer verbreitet. Besonders charakteristisch sind die breitblättrigen Grundblätter, die fast kreisrund bis nierenförmig erscheinen und an der Basis tief herzförmig eingeschnitten sind. Trotz seiner zierlichen Gestalt ist es perfekt an nährstoffarme, saure und nasse Standorte angepasst.
3 Videos zu Sumpf-Veilchen



4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →