Bild folgtKI-generierte IllustrationViola schultzii
An ihren blassvioletten Blüten mit dem hellen Zentrum lässt sich Schultz' Veilchen (Viola schultzii) sofort erkennen. Es ist ein indigener (einheimischer) Naturschatz, der in Deutschland und Österreich laut Roter Liste leider als ausgestorben oder verschollen gilt. Wenn du diese seltene Art in deinen Garten holst, leistest du einen echten Beitrag zum Überleben einer fast verlorenen Pflanze. Als typisches Veilchen bietet es eine wichtige Nektarquelle für früh fliegende Insekten wie den Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni). Dein Garten wird so zu einer wertvollen Arche für die biologische Vielfalt. Du machst hier also alles richtig, denn jeder Platz für solche Raritäten zählt.
Botanische Kostbarkeit: Bewahre eine verschollene Schönheit in deinem Garten.
Da Schultz' Veilchen in der freien Natur als verschollen gilt, ist seine Ansiedlung im Garten ein hochkarätiger Beitrag zum Artenschutz. Als Vertreter der Gattung Viola ist es eine potenzielle Futterpflanze für spezialisierte Falterraupen, etwa für verschiedene Perlmuttfalter-Arten. Die frühen Blüten im April bieten Nektar für Wildbienen, die nach dem Winter dringend Energie benötigen. Die Ausbreitung der Samen erfolgt interessanterweise durch Ameisen, die die kleinen Anhängsel an den Samen fressen und diese so im Garten verteilen. Damit förderst du ein komplexes Netzwerk aus Pflanzen, Bestäubern und Bodenbewohnern.
Schultz' Veilchen ist nicht kindersicher. Die Pflanze enthält Saponine und Alkaloide (bittere Wirkstoffe, die der Pflanze als Schutz dienen), die bei Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Achte darauf, dass weder Kinder noch Haustiere Teile der Pflanze essen. Sollte es dennoch zu einem Verzehr kommen, ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen Standort im lichten Halbschatten, idealerweise am Rand von Gehölzen.
Der Boden sollte dauerhaft frisch bis feucht sein, ohne jedoch Staunässe zu bilden.
Pflanze Schultz' Veilchen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Achte auf einen humosen, nährstoffreichen Boden; arbeite bei Bedarf etwas Laubkompost ein.
Halte einen Pflanzabstand von 15 bis 20 cm ein, damit sich die kleinen Horste gut ausdehnen können.
Eine Düngung ist in der Regel nicht nötig, eine jährliche Gabe von Kompost im Frühjahr reicht aus.
Vermeide radikale Rückschnitte, damit die Pflanze über Ameisen ihre Samen verbreiten kann.
Gieße in trockenen Sommern regelmäßig, da die Art empfindlich auf das Austrocknen des Bodens reagiert.
Gute Partnerin: Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) — beide lieben feuchte Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Schultz' Veilchen (Viola schultzii) gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Wiesen und lichte Auenwälder, die durch Entwässerung fast überall verschwunden sind. Morphologisch (das äußere Erscheinungsbild betreffend) zeichnet es sich durch einen aufrechten Wuchs und unbehaarte Stängel aus, was es von vielen verwandten Arten unterscheidet. Der taxonomische Status (die wissenschaftliche Einordnung) wird unter Botanikern oft diskutiert, was die Pflanze zu einem spannenden Forschungsobjekt macht.
3 Videos zu Schultz' Veilchen
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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