
Viola uliginosa
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Auch bekannt als: Viola uliginosa
5
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt das Moor-Veilchen (Viola uliginosa) durch seine verhältnismäßig großen, tiefvioletten Blüten auf, die im zeitigen Frühjahr über den herzförmigen Blättern stehen. Da es in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist (Rote Liste 1), leistest du mit der Ansiedlung in deinem Garten einen echten Beitrag zum Artenschutz. Besonders spezialisierte Arten wie der Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria selene) profitieren von diesem seltenen Rückzugsort. Wenn du einen dauerhaft feuchten Platz im Garten hast, kannst du dieser botanischen Kostbarkeit ein Refugium bieten. Hast du eine nasse Ecke, in der bisher kaum etwas wachsen wollte? Dann ist dieses Veilchen genau die richtige Wahl für dich.
Rettungsanker für Perlmuttfalter: Hol dir die bedrohte Schönheit in den Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Moor-Veilchen eine überlebenswichtige Pflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Insbesondere verschiedene Perlmuttfalter wie der Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria selene) und der Silberpunkt-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne) suchen die Pflanze auf. Auch seltenere Arten wie der Alpen-Perlmuttfalter (Boloria pales) oder der Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) gehören zum Kreis der Profiteure. Da die Art als Mykorrhiza-Pflanze mit dem Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) lebt, fördert sie zudem ein gesundes Pilzgeflecht im Boden. Durch ihre frühe Blüte ab März bietet sie wertvollen Nektar zu einer Zeit, in der das Nahrungsangebot für erwachte Insekten noch begrenzt ist.
Bitte beachte, dass das Moor-Veilchen als nicht kindersicher eingestuft wird. Im Gegensatz zum bekannten Duft-Veilchen (Viola odorata) ist es nicht für den Verzehr geeignet und sollte außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit giftigen Frühjahrsblühern ist aufgrund der markanten Veilchenblüte und der Standortwahl im Sumpfbereich jedoch unwahrscheinlich.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,104 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Das Moor-Veilchen ist eine Spezialistin für feuchte Standorte.
Das Moor-Veilchen gehört zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Art in Deutschland und Österreich. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Erlenbruchwälder und extrem feuchte Moorwiesen, was es heute aufgrund von Entwässerungen sehr selten macht. Morphologisch zeichnet es sich durch ein kräftiges, kriechendes Rhizom (unterirdischer Spross) aus, von dem die Blätter und Blüten direkt aufsteigen. Im Gegensatz zu vielen anderen Veilchen bildet es keine oberirdischen Ausläufer, was es im Wuchs kompakter hält.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_495781162
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.