
Vitis vinifera
Auch bekannt als: Weinrebe
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Echte Weinrebe (Vitis vinifera) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren handförmig gelappten Blättern und den kräftigen Kletterranken verwandelt sie jede Hauswand in ein lebendiges Grün. Im Naturgarten ist sie weit mehr als ein Obstlieferant; sie dient als essenzielle Kinderstube für spezialisierte Falter wie den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) oder die Pyramideneule (Amphipyra pyramidea). Die Pflanze bietet wertvollen Sichtschutz und schafft vertikalen Lebensraum auf engstem Raum. Wenn du eine robuste Kletterpflanze suchst, die ökologischen Nutzen mit Ästhetik verbindet, machst du mit der Rebe alles richtig. Sie ist ein echtes Stück Naturgeschichte für deinen Garten.
Grüne Kathedrale und Kinderstube für den prächtigen Mittleren Weinschwärmer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert eine Vielzahl von Insekten von der Weinrebe, auch wenn ihre Blüten im Juni und Juli eher unscheinbar wirken. Als Raupenfutterpflanze ist sie von herausragender Bedeutung für imposante Nachtfalter wie den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) und den Altweltlichen Linienschwärmer (Hyles livornica). Auch die Pyramideneule (Amphipyra pyramidea) nutzt das dichte Laub zur Eiablage. Die Beeren sind im Herbst eine energiereiche Nahrung für Vögel und kleine Säugetiere. Diese Tiere sorgen durch den Verzehr auch für die Verbreitung der etwa 28 mg schweren Samen über kurze Distanzen. So entsteht ein kleiner, in sich geschlossener Kreislauf direkt an deiner Gartenmauer.
Die Echte Weinrebe wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Während die reifen Früchte genießbar sind, können andere Pflanzenteile bei Verzehr Unbehagen auslösen. Eine Verwechslung mit der giftigen Zaunrübe (Bryonia alba) sollte aufgrund ähnlicher Blattformen vermieden werden. Im Falle einer unsicheren Aufnahme von Pflanzenteilen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
9.727 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der vollen Sonne, damit die Triebe gut ausreifen können.
Boden: Die Rebe ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und bevorzugt einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionswert 7).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide jedoch Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabfluss).
Wuchshöhe: Plane ein stabiles Gerüst ein, da die Pflanze genau 9.73 m hoch werden kann.
Pflanzzeit: Setze junge Reben im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Schnitt: Ein Rückschnitt im Spätwinter ist nötig, um die Vitalität zu erhalten und den Wuchs zu begrenzen.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist der Gewöhnliche Dost (Origanum vulgare) – er liebt ebenfalls kalkhaltige Böden und profitiert vom Schutz der Rebe.
Die Echte Weinrebe gehört zur Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) und ist in unserer Region als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen (einheimisch) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Auwälder (Wälder an Flussläufen) und sonnige Waldränder auf kalkhaltigen Böden. Als verholzende Kletterpflanze nutzt sie andere Gehölze als Stütze, wobei sie eine beachtliche Wuchshöhe von 9.73 m erreichen kann. Auffällig sind ihre großen Blattflächen, die für eine hohe Verdunstungsleistung und damit für ein angenehmes Kleinklima im Garten sorgen.
3 Videos zu Echte Weinrebe



3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_291512302
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