Bild folgtKI-generierte IllustrationViola lutea
Auch bekannt als: Sudeten-Stiefmütterchen, Gelbes Vogesenveilchen, Sudeten-Veilchen
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Vogesen-Stiefmütterchen (Viola lutea) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die fuer die Pflanzengroesse erstaunlich grossen Blueten leuchten meist in intensivem Gelb oder Violett und tragen die typische dunkle Zeichnung im Zentrum. In deinem Garten ist dieser Gebirgsbewohner ein wahrer Segen fuer spezialisierte Schmetterlinge, da er von Mai bis Oktober kontinuierlich Nektar liefert. Besonders der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter (Boloria selene) und der Magerrasen-Perlmuttfalter (Boloria dia) fliegen auf die farbenfrohen Blueten. Wenn du einen sonnigen Platz mit eher magerem Boden hast, kannst du mit dieser robusten Art wenig falsch machen. Sie bringt alpinen Charme direkt vor deine Terrassentuer und hilft bedrohten Faltern beim Ueberleben.
Sechs Monate Bluetenglueck: Die Rettungsinsel fuer seltene Perlmuttfalter.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist das Vogesen-Stiefmütterchen eine zentrale Lebensgrundlage fuer zahlreiche Perlmuttfalter. Es bietet eine kontinuierliche Nektarquelle fuer Arten wie den Alpenmatten-Perlmuttfalter (Boloria pales) und den Silberfleck-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne). Auch seltenere Arten wie Boloria graeca profitieren massgeblich von den Bestaenden. Da die Bluetezeit bis in den Oktober reicht, dient die Pflanze als wichtige Tankstelle im Spaetsommer, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblueht sind. Die im Herbst reifenden Kapseln enthalten kleine Samen, die am Boden lebenden Voegeln als Nahrung dienen koennen.
Das Vogesen-Stiefmütterchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Pflanze enthaelt Saponine (seifenartige Inhaltsstoffe), die bei Aufnahme groesserer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden oder Uebelkeit fuehren koennen. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Wilden Stiefmuetterchen (Viola tricolor), welches jedoch aehnliche Inhaltsstoffe besitzt und ebenfalls nicht in groesseren Mengen verzehrt werden sollte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Standort: Waehle einen vollsonnigen Platz, der jedoch nicht zu heiss werden sollte – die Pflanze liebt das kuehlere Gebirgsklima.
Boden: Der Boden muss mager, also naehrstoffarm, und eher kalkarm sein. Ideal ist ein Substrat mit Sand oder feinem Kies.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Waesserung: Halte die Erde gleichmaessig frisch, aber vermeide Staunaesse (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Duengung: Verzichte auf mineralischen Duenger, da die Art an naehrstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Vermehrung: An zusagenden Stellen versamt sich die Pflanze selbststaendig.
Winterschutz: Als Alpenpflanze ist sie absolut frosthart und benoetigt keinen Schutz.
Kombination: Gute Nachbarn sind das Borstgras (Nardus stricta) oder die Peruecken-Flockenblume (Centaurea pseudophrygia). Diese Arten teilen die Vorliebe fuer saure, magere Standorte und bilden eine natuerliche Pflanzengemeinschaft der Bergregionen.
Das Vogesen-Stiefmütterchen (Viola lutea) gehoert zur Familie der Veilchengewaechse (Violaceae) und ist ein typischer Vertreter der Bergwiesen in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz. Man findet es bevorzugt auf Borstgrasrasen (saure, naehrstoffarme Wiesen auf Urgestein) in den Hochlagen. Im Gegensatz zu einjaehrigen Arten ist es ausdauernd und bildet einen kriechenden Wurzelstock aus. Eine Besonderheit ist die Arbuskulaere Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Pilzwurzeln und Pflanze, die ihm hilft, in kargen Boeden lebenswichtige Naehrstoffe wie Phosphor zu erschliessen.
10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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