Bild folgtKI-generierte IllustrationVulpes lagopus
Auch bekannt als: Alopex, Blaufuchs, Polarfuchs, Schneefuchs
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Pflanzen
Nahrungsquellen
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Eisfuchs (Vulpes lagopus) an seinem extrem dichten Fell und den eher kurzen, abgerundeten Ohren, die ihn vor dem Auskühlen schützen. Er ist ein geschickter Einzeljäger, der seine Beute mit großer Präzision aufspürt und erlegt. Zu seinem Speiseplan gehören vor allem kleine Säugetiere wie der Halsbandlemming (Dicrostonyx torquatus) und der Arktische Hase (Lepus arcticus), aber auch Vögel (Aves) wie die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) oder die Eiderente (Somateria mollissima). Er nutzt zudem Nahrungsquellen wie das Alpenschneehuhn (Lagopus muta) oder Reste von Rentieren (Rangifer tarandus) und Grauwalen (Eschrichtius robustus). In seinem vielseitigen Lebensraum, der von Wäldern bis zum Stadtrand reicht, ist er dämmerungsaktiv – das bedeutet, er ist besonders in der Zeit zwischen Tag und Nacht wachsam. Als ganzjährig aktives Tier hält er keine Winterruhe und ist auch im tiefsten Frost auf Nahrungssuche. Im Garten kannst du ihn durch den Erhalt naturnaher Strukturen unterstützen, solltest ihn aber als Wildtier aus respektvoller Distanz beobachten. Er übernimmt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Beutetierpopulationen.
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Der Eisfuchs ist meist sehr scheu und meidet den direkten Kontakt zu Menschen. Solltest du einem Tier begegnen, bewahre Ruhe und halte Abstand, um es nicht in Stress zu versetzen. Eine Verwechslung mit dem Rotfuchs ist möglich, wobei der Eisfuchs meist eine kompaktere Körperform besitzt.
Der Eisfuchs (Vulpes lagopus) wird taxonomisch – also nach der Einordnung in das System der Lebewesen – zur Familie der Hundeartigen (Canidae) innerhalb der Ordnung der Raubtiere (Carnivora) gezählt. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Belgien heimisch. Als Vertreter der Gattung Vulpes ist er eng mit dem Rotfuchs verwandt, weist jedoch spezielle Anpassungen an kalte Klimazonen auf. Seine ökologische Bedeutung liegt in der natürlichen Kontrolle der Bestände kleinerer Säugetiere und Vögel in seinem Verbreitungsgebiet.
1 Video zu Eisfuchs

50 dokumentierte Beutetiere und Nahrungsquellen (GloBI)
Quelle: Global Biotic Interactions (GloBI) — Poelen et al. (2014), CC BY
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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