Bild folgtKI-generierte IllustrationWalckenaeria mitrata (Menge, 1868)
Das Kugelzierköpfchen ist eine winzige, meist nur zwei bis drei Millimeter große Spinne mit rötlich-braunem Körper, die flache Deckennetze in Bodennähe anlegt. Als Mitglied der Baldachinspinnen (Linyphiidae) nutzt sie eine Jagdstrategie, bei der sie horizontale Netze in der Krautschicht oder im Moos webt. Beutetiere verfangen sich in darüberliegenden Stolperfäden und stürzen auf das Netz, wo die Spinne sie von unten überwältigt. In Deinem Garten bewohnt dieses Tier bevorzugt die Falllaubschicht (die Schicht aus abgefallenen Blättern) oder dichte Moospolster. Als nützlicher Räuber vertilgt sie eine Vielzahl von kleinsten Schädlingen wie Springschwänze oder Milben und reguliert so das biologische Gleichgewicht im Boden. Du kannst ihr helfen, indem Du im Herbst auf eine übertriebene Ordnung verzichtest und Laubhaufen sowie Totholz unter Sträuchern liegen lässt. Diese Strukturen bieten dem Kugelzierköpfchen den nötigen Schutz und Lebensraum. Vermeide tiefes Umgraben, um die empfindlichen Gespinste und die Bodenstruktur nicht zu zerstören. Das Belassen naturnaher Ecken fördert die Artenvielfalt direkt vor Deiner Terrassentür.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und kann mit ihren winzigen Giftklauen die menschliche Haut nicht durchdringen. Es besteht keinerlei Verletzungsgefahr. Du kannst sie völlig unbesorgt bei der Gartenarbeit beobachten, da sie weder aggressiv noch giftig für uns ist.
Diese Spinne gehört zur Ordnung der Webspinnen (Araneae) und zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und weit verbreitet. Mit einer Körperlänge von oft weniger als drei Millimetern gehört sie zu den Zwergspinnen, die eine verborgene Lebensweise am Boden führen. Die Gattung Walckenaeria ist für die oft ungewöhnlichen Kopfformen der Männchen bekannt, was namensgebend für diese Art war.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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